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Handlingstint

Wenn Sie schon seit längerer Zeit Kontaktlinsen tragen, dann ist das tägliche Einsetzen und Herausnehmen der Linsen für Sie vermutlich längst Routine. Zumeist dauert es nur ein paar Sekunden, bis Sie mit geübten Griffen die Linsen im Auge platziert oder nach dem Herausnehmen in den Reinigungsbehälter gegeben haben. Anfänger tun sich naturgemäß deutlich schwerer. Sie sind dankbar für jede Hilfestellung, die Sie zum Beispiel vom Optiker erhalten. Viele Einsteiger berichten, dass Sie mit einem kleinen Hohlsauger gute Ergebnisse erzielen. Diese und andere praktische Einsetzhilfen gibt es für wenig Geld beim Optiker. Auch die Hersteller der Kontaktlinsen tun einiges, um den Umgang mit ihren Produkten so einfach wie möglich zu gestalten. Dazu zählt das Anbringen eines Handlingstints auf den Linsen.

Kleine Tönung mit großer Wirkung

Wenn Sie sich Ihre Kontaktlinsen einmal genau anschauen, dann stellen Sie fest: Die Linsen sind nicht vollständig durchsichtig, sondern minimal getönt. Die meisten Modelle, die Sie beim Optiker erwerben können, weisen einen ganz zarten Blauton auf. Ihr Optiker spricht in diesem Fall vom Handlingstint oder von der Handhabungstönung. Vielleicht ist Ihnen Ihre Kontaktlinse beim Versuch, sie ins Auge einzusetzen, schon einmal aus der Hand gefallen. Dann ist sie wahrscheinlich im Waschbecken gelandet. Die leichte Tönung führt dazu, dass Sie die Linse auf der zumeist weißen Keramik schnell wiederfinden. Auch in anderen Situationen sind Kontaktlinsen mit Handlingstint deutlich besser zu erkennen als solche ohne dieses Hilfsmittel.

Wirkungsvoller Schutz vor falschem Einsetzen

Zusätzlich zur leichten Tönung enthalten Kontaktlinsen zumeist eine kleine Markierung oder einige Buchstaben beziehungsweise Zahlen. Auch dieser Aufdruck ist Teil des Handlingstints. In diesem Fall geht es darum, Sie vor Fehlern beim Einsetzen der Linsen zu bewahren. Weiche Kontaktlinsen können sich in der Verpackung ein wenig verformen. Dasselbe kann in dem Gefäß passieren, in dem sie bis zum nächsten Einsatz gelagert werden. Möglicherweise tragen auch Sie zur Verformung bei, wenn Sie nach der Linse greifen. Da es sich bei den meisten Modellen um sehr weiches Material handelt, lässt sich die Linse sozusagen zur „falschen“ Seite wölben. Es zeigt dann die Fläche nach außen, die eigentlich auf der Hornhaut sitzen sollte. Sie können diesen Fehler vor dem Einsetzen ins Auge behutsam korrigieren und die Linse wieder in ihre ursprüngliche Form zurückbringen. Problematisch wird es allerdings, wenn Sie den Irrtum nicht bemerkt haben und die Linse falsch herum ins Auge eingesetzt haben. Dann sehen Sie mit dem betroffenen Auge stark verschwommen, zudem kann die Hornhaut gereizt werden. Der Fehler beim Einsetzen sollte deshalb nach Möglichkeit vermieden werden. Die aufgedruckten Markierungen, die eindeutig die Vorderseite anzeigen, bieten hierbei wertvolle Unterstützung.

Die Färbung ist bei eingesetzten Linsen unsichtbar

Wenn Sie mit Ihrem Optiker über den Handlingstint sprechen, erfahren Sie, dass die Färbung für Ihr Gegenüber und auch für Sie selbst bei eingesetzten Linsen praktisch unsichtbar ist. Der Grad der Tönung liegt zumeist bei lediglich ein bis zwei Prozent. Das genügt, um die Handhabung zu vereinfachen, hat aber keinerlei Auswirkungen auf Ihre Augenfarbe.