Lexikon»Erkrankungen»Glaskörpertrübungen

Glaskörpertrübungen

Ihr Augenarzt und Ihr Optiker kennen verschiedene Arten von Glaskörpertrübungen. In der Regel handelt es sich um harmlose Erscheinungen, deren Behandlung weder nötig noch möglich ist. Fast jeder Mensch ist irgendwann vom Phänomen eines getrübten Glaskörpers betroffen, denn es handelt sich hierbei um eine typische Alterserscheinung. Manchmal treten die Trübungen aber auch schon in jungen Jahren auf. Oft berichten Betroffene beim Augenarzt oder Optiker von dem Gefühl, als würden Mücken durch ihr Blickfeld fliegen. Insbesondere wenn sie kleinen und sehr beweglichen Trübungen zum ersten Mal entdecken, machen sich viele Betroffene sorgen und suchen deshalb den Augenarzt auf. In fast allen Fällen kann der Mediziner aber zur Beruhigung beitragen. Denn es handelt sich zumeist um keine Erkrankung, sondern um eine harmlose und ganz normale Erscheinung. Auch der Optiker weiß, dass Glaskörpertrübungen im Normalfall keinen Grund zur Beunruhigung darstellen. Gelegentlich wird versucht, die Trübungen mit zu behandeln, wenn ohnehin ein Eingriff wegen eines grauen Stars ansteht. Das mit der Therapie verbundene Risiko ist jedoch zumeist deutlich höher als der zu erwartende Nutzen. Optiker und Augenärzte raten deshalb zumeist von der Behandlung ab. Sie wissen: Die meisten Betroffenen gewöhnen sich an die „fliegenden Mücken“ und nehmen sie irgendwann kaum noch wahr.

View Video

Fliegende Mücken vor dem Auge

Die erste Konfrontation mit Glaskörpertrübungen findet oft im Freien statt. Beim Blick in den Himmel zeigen sich die Trübungen besonders deutlich. Sie treten aber auch hervor, wenn der Betroffene zum Beispiel auf eine weiße Wand blickt. Ihr Augenarzt und Ihr Optiker kennen die Trübungen auch als „Mouches voulantes“ und können Ihnen deren Entstehung plausibel erklären. Es ist hilfreich zu wissen, dass der Glaskörper des Auges im Wesentlichen aus einer gallertartigen Substanz besteht und den größten Teil des Hohlraums im Augapfel ausfällt. Der Glaskörper ist mit der Netzhaut verbunden.

Typische Alterserscheinung

Wie an vielen anderen Stellen im Körper bleibt der Alterungsprozess auch im Auge nicht ohne Folgen. Der Glaskörper kann mit zunehmendem Alter flüssiger werden und dadurch einen Teil seiner Größe einbüßen. An anderen Stellen ballt sich das Gewebe zusammen, und diese Punkte werden dann in Form der „fliegenden Mücken“ sichtbar. Auch wenn die Glaskörpertrübungen keine Gefahr darstellen und lediglich ein bisschen lästig sind, sollte das Auge vom Optiker oder Augenarzt genauer untersucht werden. Es kann nämlich im weiteren Verlauf auch zu einer Glaskörperabhebung kommen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Alterserscheinung, die jedoch Auswirkungen auf das Sehvermögen haben kann. Für sich genommen ist auch die Abhebung nicht gefährlich. Es kann jedoch zu Schäden an der Netzhaut kommen – hier ist ein Eingreifen des Augenarztes dann unumgänglich.

Bei Auffälligkeiten sofort zum Augenarzt

Generell ist es sinnvoll, die Augen regelmäßig vom Optiker oder Augenarzt unter die Lupe zu nehmen. Die Fachleute wissen am besten, wann es sich bei Veränderungen der Sehkraft um normale, zum Beispiel altersbedingte Erscheinungen, handelt, und wann von einer behandlungsbedürftigen Erkrankung auszugehen ist. In diesem Fall sind die Chancen auf Heilung umso besser, je früher der Augenarzt mit einer exakt abgestimmten Therapie beginnen kann. Insbesondere schlagartige Verschlechterungen der Sehleistung, plötzlich auftretende Lichtblitze und andere ungewöhnliche Erscheinungen sind ein klarer Hinweis, dass ein Besuch beim Optiker oder Augenarzt erfolgen sollte.