Glasart

Mit einer Brille vom Optiker können auch sehr ausgeprägte Fehlsichtigkeiten erfolgreich korrigiert werden. Im Vergleich zu Kontaktlinsen erfordert eine Brille einen deutlich geringeren Zeitaufwand für Reinigung und Pflege. Zudem entfällt die Zeit der Eingewöhnung, in der Sie das Einsetzen und Herausnehmen von Kontaktlinsen erlernen müssen. Die Brille setzen Sie einfach auf, und schon sehen Sie Menschen und Gegenstände scharf. Hinzu kommt: Während viele Kontaktlinsen nach spätestens zehn bis zwölf Stunden zu Ermüdungserscheinungen und Rötungen des Auges führen, können Sie mit einer Brille auch 14 oder 16 Stunden am Stück gut sehen. Denn die Korrektur des Sehfehlers findet hier ja nicht direkt auf dem Auge statt, sondern mit einigem Abstand vor dem Auge. Brille ist allerdings keineswegs gleich Brille. Wenn Sie sich das beim Optiker verfügbare Angebot einmal genau anschauen, erkennen Sie große Unterschiede. Während es bei der Auswahl einer Fassung in erster Linie um ästhetische Aspekte geht, sollten bei der Entscheidung über die Verglasung auch praktische Erwägungen eine Rolle spielen.

Kunststoff oder Echtglas?

Grundsätzlich haben Sie bei der Verglasung die Wahl zwischen echtem Glas und Kunststoff. Ihr Optiker kann Ihnen Vorzüge und Nachteile beider Varianten im Detail erklären. Grundsätzlich gilt: Für leichte und mittlere Fehlsichtigkeiten sind Gläser aus Kunststoff in vielen Fällen die richtigen Wahl. Dieses Material ist für den Optiker gut zu verarbeiten, kann relativ dünn geschliffen werden und weist nur ein geringes Gewicht auf. Bei hohen Dioptrienwerten und anderen Fehlsichtigkeiten wie beispielsweise einer starken Hornhautverkrümmung kann der Optiker mit mineralischem Glas allerdings mitunter bessere Resultate erreichen. Auch Prismen, die gegen Wahrnehmungsstörungen durch Schielen eingesetzt werden, lassen sich in der Regel besser aus echtem Glas anfertigen. Welches Material in Ihrem Fall sinnvollerweise zum Einsatz kommen sollte, das können Sie sowohl mit Ihrem Optiker als auch mit Ihrem Augenarzt besprechen.

Verschiede Möglichkeiten zur Veredelung

In den meisten Fällen müssen Erwachsene ihre Sehhilfe selbst bezahlen. Eine Kassenleistung sind Brillen und Kontaktlinsen nur noch in Ausnahmefällen. Deshalb spielt der Preis der Fassung und der Gläser für viele Fehlsichtige eine Rolle. Ihr Optiker kann Ihnen zur Erhöhung des Tragekomforts und zur Verbesserung der Sehleistung eine Reihe von zusätzlichen Leistungen anbieten. Die Veredelung Ihrer Gläser kostet allerdings Geld. Sie müssen daher in jedem Einzelfall abwägen, ob sich die zusätzliche Investition für Sie rechnet. Sinnvoll ist beinahe immer eine möglichst gute Entspiegelung der Gläser. Das bedeutet ein besseres Seherlebnis für Sie und zugleich eine attraktivere Optik. Eine optimal entspiegelte Brille fällt kaum auf, so dass Ihnen Ihre Mitmenschen ungestört in die Augen schauen können. Lassen Sie Ihre Brille vom Optiker entspiegeln, sollten Sie am besten gleichzeitig eine Schicht aus Hartlack aufbringen lassen. Sie bietet den Gläsern Schutz vor Kratzern und anderen Beschädigungen.

Anpassung beim Optiker

Egal, für welche Glasart Sie sich entscheiden – eines gilt immer: Der Optiker entscheidet mit der Qualität seiner Arbeit darüber, wie gut Sie mit Ihrer Brille sehen können. Neben einer genauen Vermessung Ihrer Augen im Vorfeld ist auch eine Anpassung nach der Anfertigung der Brille von großer Bedeutung. Insbesondere muss der Optiker die Brille richtig zentrieren. Er schleift die Gläser so in die Fassung ein, dass Ihr Blick exakt an der richtigen Stelle durch das Glas fällt.