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Fundusfotografie

Die Fundusfotografie (Augenhintergrunduntersuchung) dient der Untersuchung und Dokumentation von Veränderungen an der Netzhaut, die zur Sicherheit fotografisch dokumentiert werden. Grund dieser Maßnahme ist es, einen Befund über einen Zeitraum besser beurteilen und einteilen zu können. Bei Veränderungen kann somit zeitnah vom Augenarzt eine entsprechende Therapie oder Therapieanpassung vorgenommen werden. Der Augenarzt misst nicht nur, wie es auch der Optiker tun kann, die Sehschärfe oder den Augeninnendruck. Der Mediziner verfügt über die technischen Geräte, um sozusagen in Ihr Auge hinein zu schauen sich beispielsweise den Augenhintergrund anzuschauen. Wenn es zu krankhaften Veränderungen kommt, sind oft die Netzhaut oder der Sehnerv betroffen. Ein Verfahren, mit dem sich der Augenarzt in diesem Bereich einen guten Überblick bzw. eine Momentaufnahme verschaffen kann, ist die Ophthalmoskopie.

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Speicherung der Daten über Jahre hinweg

Auch der Optiker speichert die Messdaten, die er bei der Kontrolle der Sehschärfe oder des Augendrucks ermittelt hat, oftmals über viele Jahre hinweg. Das ist ein Service, den der Optiker für seine Kunden erbringt und mit dem er auch dem Augenarzt oft sehr weiterhelfen kann. Wenn sie keine akuten Verschlechterungen ihres Sehvermögens erkennen und auch sonst keine Beschwerden haben, gehen viele Fehlsichtige zur Sehschärfenmessung gerne zum Optiker, statt sich einen Termin beim Augenarzt zu holen. Deshalb verfügen viele Optiker über umfangreiches Datenmaterial, dass die Entwicklung der Sehschärfe über Jahre hinweg dokumentiert. Der Augenarzt kann diesen Daten bei der Diagnose und der Planung der Therapie wertvolle Hinweise entnehmen, wenn er eine bestimmte Erkrankung festgestellt hat. Die Verlaufsverfolgung ist immer wesentlich aussagekräftiger als eine Momentaufnahme. Und aus demselben Grund ist auch die Fundusfotografie in vielen Fälle sehr sinnvoll.

Spezielle Kameras für farbige Aufnahmen

Im Idealfall beginnt der Augenarzt mit der Anfertigung von Fotos des Augenhintergrunds, sobald erste Hinweise auf eine Erkrankung vorliegen. Wenn in regelmäßigen Abständen neue Fotos gemacht werden, lassen sich mögliche Veränderungen am Gewebe gut nachvollziehen. Bei der Fundusfotografie kommt eine spezielle Kamera zum Einsatz, die in der Regel farbige Aufnahmen anfertigt. Manchmal entscheidet sich der Augenarzt aber auch bewusst für Schwarz-Weiß-Fotos. Insbesondere Veränderungen der Netzhaut kann der Mediziner mit dieser Technik besser dokumentieren.

Vorteile der digitalen Technik

Je nachdem, welchen Bereich des Augenhintergrunds der Augenarzt fotografieren will und welcher möglichen Erkrankung er auf der Spur ist, kann er verschiedene Verfahren einsetzen: So gibt es beispielsweise spezielle Infrarot-Geräte. Darüber hinaus stehen verschiedene Angiografien zur Verfügung. Da heutzutage in der Fundusfotografie ausschließlich digitale Kameras genutzt werden, die deutlich lichtempfindlicher sind als herkömmliche Apparate, muss der verwandte Blitz nur sehr schwach sein. Augenärzte und Optiker wissen, dass ein besonders starker Blitz von den Patienten als unangenehm empfunden werden könnte. Insofern haben die neuen technischen Entwicklungen die Fundusfotografie für die Patienten noch angenehmer werden lassen.

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Von |2018-08-07T12:55:54+02:002. September 2017|
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