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Formstabile Kontaktlinse

Wer sich entscheidet, seine Fehlsichtigkeit mit Hilfe von Kontaktlinsen zu korrigieren, der hat verschiedene Möglichkeiten. Die Bandbreite reicht von Tageslinsen, die nur ein einziges Mal benutzt werden, bis zu Halbjahres- oder Jahreslinsen. Neben den besonders weit verbreiteten weichen Linsen gibt es zudem formstabile Kontaktlinsen. Hierbei handelt es sich um keine Massenprodukte, sondern stets um individuelle Einzelanfertigungen. Optiker und Linsenhersteller arbeiten Hand in Hand, um Ihnen den größtmöglichen Sehkomfort bieten zu können. Gerade bei den formstabilen Linsen sind eine korrekte Vermessung Ihrer Augen und eine gründliche Anpassung von entscheidender Bedeutung.

Optimale Versorgung des Auges mit Sauerstoff

Die Durchlässigkeit für Sauerstoff ist bei formstabilen Kontaktlinsen in der Regel deutlich größer als bei weichen Kontaktlinsen. Vor allem wenn die Linsen regelmäßig und lange getragen werden, bringt die bessere Versorgung des Auges mit frischem Sauerstoff einen wesentlich höheren Tragekomfort mit sich. Die Augen ermüden weniger schnell und sind weniger anfällig für Reizungen. Wenn Sie relativ empfindlich sind und beim Einsatz von weichen Kontaktlinsen zu Unverträglichkeitsreaktionen neigen, sollten Sie Ihren Optiker einmal gezielt nach formstabilen Alternativen fragen. Viele Betroffene kommen mit diesen Linsen deutlich besser zurecht und haben auch dann keine Beschwerden, wenn sie ihre Sehhilfen mal 12, 13 oder mehr Stunden am Stück tragen müssen. Außerdem können Ihnen sowohl Ihr Optiker als auch Ihr Augenarzt von Langzeitbeobachtungen berichten. Viele Menschen tragen seit Jahrzehnten regelmäßig formstabile Kontaktlinsen, ohne dass es zu Komplikationen kommt oder die Augen darunter leiden.

Ideal für Menschen mit trockenen Augen

Die besondere Beschaffenheit der formstabilen Linsen bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Ihre Augen werden nicht nur mit Sauerstoff, sondern auch mit Flüssigkeit sehr gut versorgt. Die Linsen können von der natürlichen Tränenflüssigkeit unterspült werden. Wenn Sie also vergleichsweise trockene Augen haben, dann reagieren Ihre Augen auf weiche Kontaktlinsen häufig schon nach wenigen Stunden mit Reizungen und Rötungen. Wegen des besseren Tränenflusses treten diese Schwierigkeiten bei der Benutzung von formstabilen Linsen nur selten auf.

Lange Haltbarkeit

Verglichen mit weichen Kontaktlinsen ist die maximale Haltbarkeit von formstabilen Linsen deutlich höher. Sie müssen in der Regel erst nach 18 bis 24 Monaten ausgetauscht werden. Durch diese lange Tragezeit relativiert sich auch der vergleichsweise hohe Preis, den Sie beim Optiker für die formstabilen Linsen bezahlen müssen. Da das Auge Ihr wichtigstes Sinnesorgan ist, sollte aber letztlich ohnehin nicht der finanzielle Aspekt entscheidend sein. Wichtig ist vielmehr, mit welcher Art von Linsen Sie am besten zurechtkommen und am schärfsten sehen. Auch die langfristige Verträglichkeit spielt eine wichtige Rolle. Die Handhabung der formstabilen Linsen ist einfach und sicher. Im Unterschied zu weichen Kontaktlinsen benötigen sie allerdings eine Eingewöhnungszeit, die in den meisten Fällen bei etwa einer Woche liegt. Lassen Sie sich über die Besonderheiten der formstabilen Linsen am besten in einem persönlichen Gespräch von Ihrem Optiker informieren. Sie erfahren dann, dass die härteren Linsen beweglicher sind als die Weichen. Das ist grundsätzlich ein Vorteil, kann in der Anfangsphase aber zu einem ungewohnten Gefühl beim Tragen führen. Insbesondere beim Schließen des Augenlids und beim Blinzeln verspüren Sie zunächst ein Fremdkörpergefühl. Der Grund: Die stabilen Linsen sind kleiner als die Hornhaut und kleiner als weiche Linsen. Ihre Ränder sind deshalb bei geöffneten Augen nicht immer von den Linsen bedeckt. Die allermeisten Kunden berichten ihrem Optiker aber nach fünf bis sieben Tagen, dass das Fremdkörpergefühl verschwunden ist und das Tragen der beweglichen stabilen Linsen nun als sehr angenehm empfunden wird.