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Erzeugen des Flaps bei der Epi-LASIK

Mit einer Laseroperation lassen sich Sehschwächen und Fehlsichtigkeiten sehr effektiv korrigieren. Mit dem extrem präzise zu steuernden Laser kann der Augenarzt die Brechkraft der Linse beeinflussen und dem Patienten dadurch scharfes Sehen ohne eine Sehhilfe vom Optiker ermöglichen. Wer bislang regelmäßig zum Optiker gehen musste, um eine Brille oder Kontaktlinsen zu kaufen, der kann sich diesen Weg nach der Laser-OP sparen. Das Verfahren gilt als ausgereift und sicher, Komplikationen treten nur sehr selten auf.

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Einschnitt in die Hornhaut birgt Risiken

Während der Einsatz des Lasers computergesteuert verläuft, kann es in seltenen Fällen zu Problemen beim Erzeugen des Flaps kommen. Dabei geht es um den Einschnitt in die Hornhaut, der erforderlich ist, damit der Laserstrahl zum tiefer liegenden Gewebe der Hornhaut vordringen kann. Insbesondere bei dem weit verbreiteten LASIK-Verfahren ist ein vergleichsweise tiefer Einschnitt nötig. Das wird dort zum Problem, wo der behandelnde Augenarzt und der Optiker von einer erhöhten Traumagefahr ausgehen müssen. Auch wenn die Voruntersuchung ergeben hat, dass die Hornhaut des Patienten vergleichsweise dünn ist, bedeutet ein tiefer Schnitt ein erhöhtes Risiko. Gefragt sind also Alternativen, mit denen sich die Gefahr von Komplikationen weiter reduzieren lässt. Eine mögliche Lösung ist die Epi-LASIK, die ohne Flap auskommt.

Epi-LASIK als schonende Alternative

Wenn Sie Ihren Augenarzt oder Optiker nach den Unterschieden der Epi-LASIK zu anderen bekannten Laserverfahren fragen, erfahren Sie: Hier wird auf den Schnitt verzichtet, stattdessen wird nur das Deckhäutchen der Hornhaut vorsichtig beiseitegeschoben. Augenarzt und Optiker sprechen vom Epithel, das während des Eingriffs mit einem winzigen Keratom zur Seite geschoben wird. Da kein Schnitt gesetzt werden muss, gilt das Verfahren als besonders schonend. Außerdem fallen die möglichen Schmerzen im Anschluss an die Operation deutlich geringer aus. Komplikationen, wie sie sonst mitunter im Zusammenhang mit dem Flap auftreten, können hier also nicht vorkommen. Die Wundheilung verläuft sehr schnell, so dass es in der Regel lediglich drei bis vier Minuten bis zur Regeneration der obersten Schicht der Hornhaut dauert. Vollständig abgeschlossen ist der Heilungsprozess im Normalfall nach vier bis höchstens sechs Wochen.

Nicht für jeden Patienten geeignet

Wer mit seinem Augenarzt oder Optiker über die der Epi-LASIK spricht, der erfährt allerdings auch, dass die Methode nicht nur Vorteile bietet. Insbesondere ist sie bei bestimmten Sehschwächen nicht anwendbar. Gerade stark fehlsichtige Menschen entscheiden sich häufig für die Laser-OP als Alternative zur Brille, weil ihre Gläser sehr dick ausfallen müssten. Für sie kommt die der Epi-LASIK häufig nicht in Betracht, weil Korrekturen nur bis minus sechs Dioptrien bei Kurzsichtigkeit und bis zu drei Dioptrien bei Hornhautverkrümmung möglich ist. Wenn Sie weitsichtig sind, raten Ihr Augenarzt und Optiker sogar ganz von der der Epi-LASIK ab. Es muss also in jedem Einzelfall geklärt werden, ob das Verfahren tatsächlich die beste Lösung ist oder ob andere Methoden geeigneter erscheinen. Sowohl der Augenarzt als auch der Optiker helfen mit ihren Informationen und Tipps dabei, eine fundierte Entscheidung zu treffen.