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Brechungsindex

Wenn Sie sich beim Optiker eine neue Brille anfertigen lassen, dann taucht früher oder später die Frage nach dem Brechungsindex der Gläser auf. Der Wert gibt an, wie stark die einfallenden Lichtstrahlen beim Auftreffen auf das Glas gebrochen werden. Ist Ihre Fehlsichtigkeit nur relativ schwach ausgeprägt, ist der Index von keiner allzu großen Bedeutung. Aus Kostengründen rät Ihnen der Optiker vermutlich zu einem Standardglas mit einem Brechungsindex von 1,5. Bei stärkerer Fehlsichtigkeit ergeben sich mit einem höheren Index jedoch einige handfeste Vorteile, die Sie mit Ihrem Optiker in Ruhe besprechen sollten.

Standardgläser bis 2 Dioptrien

Weisen Ihre Augen eine relativ schwache Fehlsichtigkeit bis etwa 2 Dioptrien auf, sind Sie mit Standardgläsern in der Regel gut bedient. Der Korrekturbedarf ist begrenzt, entsprechend fallen die Gläser auch in der preiswerten Basisversion nicht allzu dick und nicht allzu schwer aus. Hat die Messung Ihrer Sehschärfe Werte zwischen 2 und 4 Dioptrien ergeben, rät Ihnen Ihr Optiker oft zu Kunststoffgläsern mit einem etwas höheren Brechungsindex. Ein Wert von 1,67 sorgt dafür, dass auch etwas stärkere Gläser noch relativ leicht und dünn bleiben. Fragen Sie Ihren Optiker auch gezielt nach asphärischen Gläsern. Im Gegensatz zu sphärischen Gläsern fallen diese bei Kurzsichtigkeit auch zum Rand hin vergleichsweise dünn aus. Zudem halten sich Verzerrungen in engen Grenzen. Beträgt Ihr Sehfehler 6 Dioptrien oder mehr, sollten Sie noch höher brechende Gläser wählen. Als optimal gilt dann ein Brechungsindex von 1,74 oder mehr. Selbst Werte von 1,8 oder 1,9 sind bei Ihrem Optiker zu haben.

Mehr Tragekomfort und ein natürlicheres Aussehen

Indem Sie mit einem hohen Brechungsindex die Dicke Ihrer Gläser in Grenzen halten, erreichen Sie zweierlei: Erstens erhöht sich wegen des geringeren Gewichts der Tragekomfort. Zweitens sehen Sie trotz starker Fehlsichtigkeit natürlicher aus. Gläser mit zu geringem Brechungsindex führen im Falle der Kurzsichtigkeit zu einer Verkleinerung der Augen, bei Weitsichtigkeit zu einer starken Vergrößerung. Das bedeutet ästhetische Nachteile, die Sie durch höher brechende Gläser vermeiden können.

Höhere Kosten, aber ein deutlich besseres Ergebnis

Bei der Wahl Ihrer Brillengläser ist es wie so oft im Leben: Sie können sich mit einer relativ preiswerten Lösung zufrieden geben und müssen dann einige Abstriche in Kauf nehmen. Oder Sie sind bereit, mehr Geld zu investieren – dann können Sie von besseren Leistungen profitieren. Insbesondere Gläser mit einem Brechungsindex ab 1,67 sind vergleichsweise teuer. Noch tiefer müssen Sie für Gläser mit einem Brechwert von 1,74 oder 1,80 in die Tasche greifen. Dafür bekommen Sie in diesem Fall aber auch sehr dünne Gläser selbst bei sehr hohen Dioptrienwerten. Ob Sie den Aufpreis bezahlen möchten, ist Ihre persönliche Entscheidung. Ihr Optiker kann Ihnen bei der Entscheidungsfindung durch eine realistische Simulation Ihrer möglichen Brillengläser helfen. Wenn Sie sich zum Beispiel ausrechnen lassen, wie dick Ihre Gläser bei einem Brechungsindex von 1,5 und 1,74 ausfallen würden, sehen Sie gleich den Unterschied. Sie können dann überlegen, ob Ihnen der höhere Tragekomfort und die ästhetischen Vorteile den Aufpreis wert sind.