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Lidrandentzündung/ Blepharitis ulcerosa

Wenn die Ränder der Augenlider gerötet und geschwollen sind und wenn die Wimpern verklebt sind, dann deutet das auf eine Lidrandentzündung hin. Der Augenarzt spricht von einer Blepharitis ulcerosa. Vor allem, wenn die genannten Symptome mit Schmerzen verbunden sind, sollten Betroffene unverzüglich ihren Arzt aufsuchen. Für einen erfahrenen Augenarzt genügt zumeist ein Blick auf die geröteten Lidränder seines Patienten, um die Diagnose stellen zu können. Nicht so leicht zu klären ist hingegen die Frage nach den möglichen Ursachen. Für eine Blepharitis ulcerosa kommen grundsätzlich zwei Auslöser in Betracht: schädliche Umwelteinflüsse und eine Infektion.

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Die infektiöse Blepharitis ulcerosa

Die infektiöse Blepharitis ulcerosa wird durch Bakterien ausgelöst. Zu den am weitesten verbreiteten Erregern zählen beispielsweise Staphylokokken. Sie finden in den Krusten auf den Lidrändern hervorragende Bedingungen für ihre Vermehrung vor. Um die Erreger nachweisen zu können, nimmt der Augenarzt einen kleinen Abstrich am betroffenen Auge. Auf diese Weise lässt sich sehr schnell klären, ob es sich um eine bakterielle Infektion handelt und welcher Erreger der Verursacher der Beschwerden ist.
Die Therapie erfolgt zumeist mit Hilfe von Salben, die eine desinfizierende Wirkung haben. In vielen Fällen verschreibt der Augenarzt bei Blepharitis ulcerosa auch einen Wirkstoff mit Antibiotikum. Nach zwei bis maximal sechs Wochen Behandlung ist der Erreger verschwunden.

Die nicht infektiöse Blepharitis ulcerosa

Handelt es sich bei der Blepharitis ulcerosa um die nicht infektiöse Form, sind häufig Reizungen des Auges von außen der Auslöser. Dabei kann es sich um zu trockene Luft in geschlossenen Räumen, Staub oder Rauch handeln. Auch manche Kosmetika stehen im Verdacht, die Entstehung von Blepharitis ulcerosa zu begünstigen.
Der wichtigste Behandlungsansatz bei dieser Form der Lidrandentzündung besteht deshalb darin, die belastenden externen Faktoren auszuschalten. Außerdem sollten mögliche Grunderkrankungen abgeklärt werden. Denn Patienten, die beispielsweise unter Gicht oder Diabetes leiden, gelten als besonders anfällig für die Blepharitis ulcerosa.