Lexikon»Kontaktlinsen»Basiskurve

Basiskurve

Wenn der Augenarzt Ihre Augen vermisst und der Optiker Ihre Kontaktlinsen anpasst, dann ist dabei auch von der Basiskurve oder vom BC-Wert die Rede. Dahinter verbergen sich Angaben zur Krümmung der Kontaktlinse. Nur wenn die Form der Linse gut auf die Beschaffenheit der Hornhaut abgestimmt ist, können Sie scharf sehen und die Sehhilfen über einen längeren Zeitraum beschwerdefrei tragen. Je kleiner der BC-Wert ausfällt, desto stärker ist die Linse gekrümmt. Ein relativ hoher Wert steht also für eine eher flache Linse. Die Maßeinheit sind Millimeter, und der vom Augenarzt oder Optiker ermittelte Wert wird im Kontaktlinsenpass vermerkt. Wenn Sie neue Linsen beim Optiker bestellen, müssen Sie die Basiskurve immer zwingend mit angeben.

Detaillierte Vermessung Ihres Auges

Kontaktlinsen schwimmen auf der Hornhaut und machen die meisten Bewegungen des Auges mit. Um einen scharfen Seheindruck vermitteln zu können, müssen die Linsen stets an der richtigen Stelle sitzen. Das gelingt nur, wenn sie hinsichtlich ihrer Größe und Krümmung gut auf das jeweilige Auge abgestimmt sind. Sie sollten deshalb niemals auf eigene Faust versuchen, passende Linsen für sich zu finden. Der erste Schritt muss immer eine exakte Vermessung und Untersuchung Ihres Auges sein. Wenn Sie bislang noch keine Kontaktlinsen getragen haben, empfiehlt sich ein Besuch beim Augenarzt. Nicht jedes Auge ist für den Einsatz von Linsen geeignet. Mitunter gibt es augenärztliche Befunde wie zu große Trockenheit oder vorhandene Erkrankungen, die dem Tragen von Kontaktlinsen entgegenstehen. Holen Sie deshalb stets zunächst die Zustimmung Ihres Augenarztes ein, bevor Sie beim Optiker die ersten Linsen bestellen. Die reine Vermessung des Auges zur Ermittlung der erforderlichen Basiskurve können Sie auch beim Optiker durchführen lassen.

Unterschiedliche Werte bei verschiedenen Herstellern

Die meisten Produzenten von Kontaktlinsen orientieren sich nicht nur an einer Basiskurve, sondern an zwei bis vier verschiedenen Werten. Sie versprechen sich dadurch noch bessere Anpassungsmöglichkeiten und einen höheren Tragekomfort. Ihr Optiker ist mit den Besonderheiten vertraut, welche die Linsen der einzelnen Hersteller aufweisen. Der Fachmann kann deshalb immer genau die Werte ermitteln, die in Ihrem Fall von Bedeutung sind. Bisweilen entspricht der BC-Wert auch dem Radius der Linse. Sie sitzt umso „lockerer“ auf dem Auge, je größer der Wert ausfällt.

8,6 ist die häufigste Basiskurve

Weil kein menschliches Auge exakt dem anderen gleicht, führt an einer individuellen Ermittlung der optimalen Basiskurve kein Weg vorbei. Es gibt allerdings einen durchschnittlichen Wert, der für die Mehrzahl der Kontaktlinsenträger optimal ist. Es handelt sich um einen BC-Wert von 8,6. Er gilt sowohl für Tageslinsen als auch für Monats- oder Jahreslinsen. Fast alle Linsen, die Sie beim Optiker erhalten können, sind mit einer Basiskurve von 8,6 zu haben. Lediglich etwa zehn Prozent der angebotenen Kontaktlinsen werden nicht mit dem durchschnittlichen Wert geliefert. Wenn Ihre Hornhaut vermessen ist, lassen Sie sich am besten von Ihrem Optiker in einem persönlichen Gespräch einige Linsen vorstellen. In vielen Fällen besteht die Möglichkeit, die Kontaktlinsen über einen gewissen Zeitraum hinweg zu testen. Wenn sie sich im Alltag bewähren, können Sie einen größeren Vorrat anlegen.