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Augenuntersuchungen

Solange sie keine Einschränkungen ihres Sehvermögens wahrnehmen und auch sonst keine Beschwerden haben, sehen viele Menschen keinen Anlass für  Augenuntersuchungen beim Augenarzt. Erst wenn sie Gegenstände in der Ferne oder in der Nähe nicht mehr scharf sehen können, lassen sie eine Sehschärfenmessung beim Optiker durchführen oder vereinbaren einen Termin beim Augenarzt. Experten kennen diese weit verbreitete Einstellung und versuchen mit gezielter Aufklärung gegenzusteuern. Wenn es um die Gesundheit der Augen geht, ist eine frühzeitige Erkennung von möglichen Erkrankungen von größter Bedeutung.

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Durch Augenuntersuchungen – Krankheiten frühzeitig entdecken

Viele Krankheiten wie etwa der graue Star, der grüne Star oder Veränderungen der Netzhaut entwickeln sich nur sehr allmählich. Lange Zeit verspüren die Betroffenen keinerlei Einschränkungen. Zeigen sich dann die ersten Symptome, ist die Erkrankung in vielen Fällen schon sehr weit fortgeschritten. Das macht eine Therapie deutlich schwieriger. Zudem kann der Augenarzt bei etlichen Krankheitsbildern bereits eingetretene Schäden nicht mehr rückgängig machen. Durch eine sofort eingeleitete Behandlung kann zwar in vielen Fällen das weitere Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Mit den bereits etablierten Defekten muss der Patient aber fortan leben. Soweit müsste es allerdings nicht kommen, wenn mehr Menschen regelmäßig die Augenuntersuchungen beim Optiker oder Augenarzt durchführen lassen würden. Viele Erkrankungen lassen sich im Rahmen von routinemäßigen Kontrollen schon in einem sehr frühen Stadium erkennen und dann von Beginn an erfolgreich behandeln.

Verschlechterung der Sehleistung: Suche nach den Ursachen

Eine allmähliche oder eine sehr plötzliche Verschlechterung des Sehvermögens können Hinweise auf mögliche Erkrankungen des Auges sein. Die Betroffenen nehmen die Einschränkungen manchmal gar nicht in vollem Umfang wahr, weil sie sich an die nur sehr langsam nachlassende Sehkraft gewöhnen. Beim Vergleich der Testergebnisse aus mehreren Jahren ergibt sich beim Optiker oder beim Augenarzt hingegen ein eindeutiges Bild. Es kann dann sinnvoll sein, der Ursache für die stetige Verschlechterung der Sehleistung im Rahmen eines gründlichen Checks beim Augenarzt auf den Grund zu gehen. Neben der Sehschärfe sollte während der regelmäßigen Besuche beim Augenarzt oder Optiker immer auch der Augeninnendruck in den Blick genommen werden. Ist er zu hoch, steigt das Risiko für den grünen Star rasant an. Schwere Schädigungen des Sehnervs bis zur Blindheit können die Folge sein. Wird der krankhaft erhöhte Druck im Inneren des Auges rechtzeitig erkannt, kann er mit Medikamenten oder durch einen operativen Eingriff abgesenkt werden. Hinzu kommt, dass verschiedene Augenprobleme mit anderen Erkrankungen im Zusammenhang stehen können. So fördern Augenuntersuchungen beim Augenarzt mitunter Hinweise auf Bluthochdruck oder Diabetes. Um das Sehvermögen zu erhalten, ist dann eine Behandlung dieser Grunderkrankung erforderlich.

Regelmäßige Kontrolle für Kinderaugen

Im Gespräch mit dem Augenarzt oder einem Optiker erfahren auch die Eltern kleiner Kinder, wie wichtig regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für den Nachwuchs sind. Im Kindesalter entdeckte Fehlsichtigkeit lassen sich vielfach durch geeignete Therapien ausgleichen oder zumindest reduzieren. Das gilt insbesondere für das Schielen. Schon ab dem dritten Lebensmonat kann eine erste Untersuchung beim Augenarzt sinnvoll sein. Die Babys sind natürlich noch nicht in der Lage, mögliche Probleme bei der Wahrnehmung ihrer Umgebung zu artikulieren. Der Augenarzt kann aber durchaus Hinweise auf Sehschwächen, Fehlsichtigkeit etc. erkennen und dann im Zusammenspiel mit dem Optiker die geeigneten Maßnahmen einleiten.