Sie sind hier ://Augen lasern: ReLEx-SMILE
Anzeige

Augen lasern: ReLEx-SMILE

Das spezielle ReLEx-SMILE Verfahren (Small Incision Lenticule Extraction) ist das neuste und schonendste Verfahren in der Augenlaserchirurgie. Anders als die LASIK- oder Femto-LASIK-Methoden kommt es ohne den sonst üblichen sogenannten „Flap“ aus und gilt als besonders schonend für die Hornhaut des Auges. Bisher eignet sich die ReLEx SMILE nur für die Korrektur bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Das Verfahren ist häufig für Patienten verwendbar, die aufgrund von trockenen Augen oder einer sehr hohen Kurzsichtigkeit für eine herkömmliche LASIK-Operation nicht infrage kommen.

ReLEx-SMILE: Voraussetzungen

Wie auch bei allen anderen Augenlaser-Verfahren gilt auch bei der ReLEx-SMILE, dass sich die Fehlsichtigkeit des Patienten in den letzten 12 Monaten nicht verändert haben darf und, dass die Augen grundsätzlich gesund sein müssen. Die Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) hat folgende Grenzbereiche für die ReLEx-SMILE festgelegt:

  • Bei Kurzsichtigkeit bis: -10 Dioptrien
  • Bei Weitsichtigkeit: kann derzeit noch nicht behandelt werden
  • Bei Hornhautverkrümmung bis: 6 Dioptrien

Je nach Land und Lasersystem können die angegeben Grenzwerte in einigen Fällen abweichen. Wenn die Hornhaut des Patienten geeignet ist, kann in Einzelfällen auch außerhalb der Grenzbereiche operiert werden. Weitere Voraussetzungen für eine ReLEx-SMILE-Behandlung finden sie hier.

ReLEx-SMILE: Voruntersuchungen

Genauso wie LASIK- und Femto-LASIK-Operationen beginnt auch eine ReLEx-SMILE-Behandlung mit umfangreichen Voruntersuchungen beim Facharzt. Neben einer Bestimmung der aktuellen Fehlsichtigkeit gehört auch eine Bestimmung der Hornhautdicke dazu. Dies ist wichtig, da bei der Operation ein Teil der Hornhaut abgetragen wird. Außerdem wird die Hornhaut mit einer Hornhauttopografie auf eine Hornhautverkrümmung überprüft. Weitere Untersuchungen sind die Messung der Pupillengröße und des Augeninnendrucks. Zudem erfolgen noch eine Tränenfilmbestimmung und der Ausschluss andere Augenerkrankungen, die eine Kontraindikation für die ReLEx-SMILE-Behandlung darstellen könnten.

Wichtig: Kontaktlinsenträger sollten zwei bis drei Wochen vor den Voruntersuchungen keine Kontaktlinsen tragen. Durch den Einsatz eines pupillenerweiternden Medikaments bei der augenärztlichen Untersuchung werden Patienten kurzfristig etwas verschwommen sehen und die Augen können überempfindlich auf grelles Licht reagieren. Es ist deshalb ratsam, eine Sonnenbrille zu der Untersuchung mitzubringen. Außerdem ist es aufgrund der pupillenerweiterten Mittel untersagt, in den ersten Stunden nach der Untersuchung Auto zu fahren.

ReLEx-SMILE: Behandlung

Die ReLEx-SMILE findet, wie alle Augenlaseroperationen, ambulant und unter örtlicher Betäubung statt. Anders als bei einer LASIK oder Femto-LASIK entsteht kein dünnes Scheibchen (Flap) um die oberste Hornhautschicht abzulösen. Stattdessen nimmt ein Femtosekundenlaser einen 2-3 mm Schnitt in die Hornhautschicht vor, wodurch das Auge deutlich weniger belastet wird. Im nächsten Schritt wird durch den Femtosekundenlaser im Inneren der Hornhaut (Stroma) ein 3D-Scheibchen (Lentikel) präpariert und über den vorher erzeugten Schnitt entnommen. Die Entnahme des Lentinkels verändert die Hornhaut so, dass gewünschte Korrektur der Fehlsichtigkeit erzielt wird. Der Lentikel entspricht in Form und Volumen exakt der Menge an Gewebe die zur Anpassung und Korrektur der Hornhaut nötig ist. In der Regel dauert der Eingriff pro Auge insgesamt nur wenige Minuten.

ReLEx-SMILE: Nachsorge

Der Heilungsverlauf der ReLEx-SMILE unterscheidet sich deutlich von denen anderer Augenlaser-Verfahren. Da bei der neuartigen ReLEx-SMILE-Methode die großflächige Öffnung der Hornhaut unnötig ist („Flaploses Verfahren“), führt dies direkt nach der Operation kaum zu Einschränkungen für den Patienten. Wie bei allen anderen Augenlaserverfahren kann das Sehvermögen in den ersten Stunden nach der Operation noch beeinträchtigt sein. Zudem kann das Auge in den ersten Stunden nach dem Eingriff etwas tränen und jucken. Theoretisch kann aber eine halbe Stunde nach der Operation schon wieder geduscht oder Sport getrieben werden. Innerhalb der ersten Tage ist das nahezu endgültige Sehvermögen vorhanden. Bis alle Feinheiten stimmen und die endgültige Stabilität des Sehvermögens erreicht sind, vergehen bis zu sechs Wochen.

ReLEx-SMILE: Risiken

Nach dem derzeitigen Stand ist ReLEx-SMILE eines der sichersten Verfahren zum Augen lasern. Grund dafür ist unter anderem das schonende Verfahren ohne Erzeugung einer Hornhautlamelle (Flap). Dies führt im Gegensatz zu anderen LASIK-Methoden auch dazu, dass der Tränenfluss der Patienten intakt bleibt. Dennoch besteht auch bei der ReLEx-SMILE die Gefahr einer Infektion des Operationsgebietes oder einer erhöhten Blendempfindlichkeit. Wie bei allen Augenlaser-Behandlungen kann es auch bei diesem Verfahren zu Über- oder Unterkorrekturen kommen. Diese Risiken treten allerdings sehr selten auf und statistisch gesehen muss nur einer von 100 Patienten nachbehandelt werden.

Wichtig: Sollte es zu einer leichten Verschlechterung der Dioptrien (Über- oder Unterkorrektur der Augen) kommen, so gibt es bei der ReLEx-SMILE keine Möglichkeit einer Nachbesserung durch eine sogenannte Re-LASIK.

ReLEx-SMILE: Kosten

Die Kosten einer ReLEx-SMILE Behandlung liegen mit 2.000 € – 3.000 € je Auge deutlich über denen der anderen Methoden. Ursache für den hohen Preis sind in erster Linie die teuren Anschaffungskosten der kostenintensiven Technik. Je nach Leistungsumfang, Operationsdauer, Anzahl der Operationen und Nachuntersuchungen der behandelnden Ärzte oder Klinik können sich starke Schwankungen bei den Preisen ergeben.

ReLEx-SMILE: Kostenübernahme gesetzliche Krankenkassen

Die Kosten für eine ReLEx-SMILE-Augenlaseroperation sind grundsätzlich nicht in den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Eine Augenlaserbehandlung gilt bisher immer als Schönheits- oder Lifestyle-Operation und wird als medizinisch nicht notwendig eingeordnet. Aufgrund der hohen Kosten scheidet das Verfahren an diesem Punkt somit oftmals für zahlungsschwache Patienten aus.

ReLEx-SMILE: Kostenübernahme private Krankenkassen

Bei den privaten Krankenkassen übernehmen viele Anbieter inzwischen die Kosten einer ReLEx-SMILE anteilig oder gänzlich. Selbst wenn die Übernahme der Kosten nicht explizit im Versicherungsvertrag des Patienten erwähnt ist, können Interessierte immer häufiger auf die Kulanz der Versicherungsanbieter hoffen. Dabei muss immer der Fall vorliegen, dass das Verfahren auf einer medizinischen Notwendigkeit (Brillen- oder Kontaktlinsenunverträglichkeit) beruht oder die Verwendung einer Brille oder Kontaktlinse überflüssig macht.

ReLEx-SMILE: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Schmerzfreies Verfahren
  • Obere Hornhautschicht wird nahezu nicht beschädigt
  • Kein Flap
  • Gesamte Operation per Laser
  • Nur in seltenen Fällen trockene Augen nach der Behandlung
  • Sicherer als LASIK oder Femto-LASIK
  • Sehr kurze Heilungsphase
  • Ideal für Menschen mit Kontaktlinsenunverträglichkeit
  • Ergebnis vergleichbar gut wie mit LASIK oder Femto-LASIK

Nachteile

  • Verfahren eignet sich nicht für Weitsichtigkeit
  • Schwieriges Verfahren für den Operateur
  • Laser muss regelmäßig normiert und eingestellt werden
  • Gefahr von Über- oder Unterkorrekturen der Sehschwäche
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Print Friendly, PDF & Email
Von |2018-12-13T10:31:51+00:0010. Dezember 2018|
Anzeige
Schriftgröße ändern
Kontrast