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Augen Lasern

Ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen – dieser Traum kann wahr werden. Immer mehr Menschen lassen sich die Augen lasern, um eine Kurz- oder Weitsichtigkeit zu korrigieren. Inzwischen zählt die Laser-Operation am Auge zu den häufigsten Eingriffen in der modernen Laserchirurgie. Je nach Beschaffenheit der Augen stehen unterschiedlichen Methoden zur Augenlaserbehandlung zur Verfügung. Diese hängen von den Dioptrienwerten und der Art der Fehlsichtigkeit des Patienten ab. Zudem kann mit der passenden Methode der Lebensstil des Patienten berücksichtigt werden.

Augen lasern: Voraussetzungen

Vor einer Augenlaser-Operation gibt es unterschiedliche Voraussetzungen, die für eine Behandlung erfüllt sein müssen. Neben einer guten körperlichen Verfassung, muss auch eine psychische Stabilität gewährleistet sein. Folgende fünf Voraussetzungen sind die in der Regel für das Augen lasern notwendig:

  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Konstante Fehlsichtigkeit
  • Grenzwerte
  • Pupillengröße
  • Gute körperliche und psychische Verfassung

Mindestalter von 18 Jahren

Die Volljährigkeit des Patienten spielt eine wichtige Rolle. Menschen unter 18 Jahren werden in Deutschland nur in absoluten Ausnahmefällen operiert, da sie sich noch in der körperlichen Wachstumsphase befinden und das Auge Wachstumsveränderungen unterliegt. So kann sich bei einer kindlichen Weitsichtigkeit der Sehfehler durch das Wachstum des Augapfels deutlich verbessern oder sogar verschwinden. Ein Ausnahmefall könnte zum Beispiel dann vorliegen, wenn die Fehlsichtigkeit von einer beruflichen Aufnahmeprüfung (z. B. Polizei) abhält.

Das optimale Alter für eine Augenlaserbehandlung liegt zwischen 25 und 45 Jahren. Menschen jenseits des 50. Lebensjahrs werden nur dann gelasert, wenn alle Rahmenbedingungen optimal ausgeprägt sind. Oft empfiehlt man Patienten ab dem 45. Lebensjahr stattdessen einen Linsenaustausch, da durch eine Kunstlinse auch die einsetzende Alterssichtigkeit korrigiert werden kann.

Konstante Fehlsichtigkeit

Als Voraussetzung für das Augen lasern ist es wichtig, dass die Fehlsichtigkeit/en im Auge für mindestens 12 Monate, besser sind zwei Jahre, konstant vorliegen. So verringert sich die Gefahr, dass sich nach einer Augenlaserbehandlung nur kurzfristig Erfolge einstellen und sich die Sehfähigkeit des Auges erneut verändert. Damit einhergehend wäre die Freiheit von Brille und Kontaktlinse in Gefahr. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, regelmäßig die Werte der Fehlsichtigkeit beim Augenarzt oder Augenoptiker kontrollieren zu lassen.

Grundsätzlich können die Augen bei Fehlsichtigkeiten gelasert werden, bei denen die Sehschwäche auf einem Brechungsfehler des Auges basiert (refraktiver Sehfehler). Dazu gehören:

Grenzwerte

Bei allen Augenlaser-Verfahren gibt es Richtwerte, die den Grad der Anpassung refraktiver Sehfehler begrenzen. Laut der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft können optimale Ergebnisse je nach Augenlaser-Verfahren zwischen einem Alter von 19 – 50 Jahren und innerhalb folgender Grenzwerte erreicht werden:

  • bei Kurzsichtigkeit: bis max. – 10 Dioptrien
  • bei Weitsichtigkeit: bis max. + 4 Dioptrien
  • bei einer Hornhautverkrümmung: bis max. 6 Dioptrien

Neben den Grenzwerten bei den Fehlsichtigkeiten ist die Dicke der Hornhaut der Augen ein entscheidendes Kriterium für die Machbarkeit einer Augenlaser-Korrektur. Für moderne Augenlaserbehandlungen gilt laut der Kommission für Refraktive Chirurgie eine Dicke der Hornhaut von mindestens 480 µm als Voraussetzung. Darüber hinaus darf die Hornhautdicke nach einer Laser-Behandlung die Restdicke von 250 µm nicht unterschreiten. Wünschenswert gelten Werte zwischen 280 -300 µm nach einer Augenlaser-Korrektur.

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Pupillengröße

Die Pupillengröße des Patienten stellt ein wichtiges Kriterium für oder gegen eine Augenlaserbehandlung dar. Je größer die Pupille des Patienten ist, umso höher ist das Risiko, dass es nach der Operation vor allem bei Dämmerung zu Blendeffekten oder der Wahrnehmung von Lichteffekten („Halos“) kommen kann. Das liegt daran, dass einfallende Lichtstrahlen auch durch den nicht optimierten Bereich der Hornhaut fallen und nicht gänzlich auf der Netzhaut des Auges gebündelt werden.

Gute körperliche und psychische Verfassung

Auch eine gute körperliche und psychische Verfassung gehört zu den Voraussetzungen einer Augenlaser-Behandlung. Zunächst sollten an den Augen grundsätzlich keine weiteren Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Hornhautentzündung oder Beschwerden am Sehapparat vorliegen. Darüber hinaus sollten sich Patienten auch in einer guten körperlichen Gesamtverfassung befinden. Zwar handelt es sich bei einer Augenlaser-Korrektur nur um einen kleinen (minimal-invasiven) Eingriff, der ambulant erfolgt, dennoch gilt es Unverträglichkeiten und Allergien gegenüber Medikamenten oder medizinischen Materialien auszuschließen.

Da die Behandlung in der Regel bei vollem Bewusstsein durchgeführt wird, sollten Patienten psychisch in der Lage eine Augenlaserbehandlung zu überstehen. Für Extremfälle gibt es die Möglichkeit, die Operation in einer Vollnarkose durchführen zu lassen. Dieses Verfahren wird allerdings nicht von allen Ärzten angeboten und sollte deshalb vor der Operation angefragt werden.

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Von |2019-04-25T14:51:31+02:0010. Dezember 2018|
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