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Asthenoptische Beschwerden

Als asthenoptische Beschwerden werden alle Symptomkomplexe zusammengefasst die zu unterschiedlichen Missempfindungen bei visueller Belastung führen können. Wenn die Augen zu stark oder falsch belastet werden, kann es zu vielfältigen Beschwerden kommen. Häufig betreffen diese Beschwerden jüngere Menschen. Typische Symptome sind müde und brennende Augen, ein Druckgefühl hinter den Augen und verschiedene Arten von Kopfschmerzen.

Muskuläre Ursachen für die Beschwerden

Die Bewegung der Augen wird durch Muskeln gesteuert. Wie in anderen Bereichen des Körpers können Muskeln auch hier überlastet werden. Asthenopische Beschwerden, die als Folge von zu stark beanspruchten Muskelsträngen zu Fehlsichtigkeiten führen, sind zumeist nur vorübergehender Natur. Ratsam sind hier Ruhepausen, in denen sich Ihre Augen erholen können. Die Sehfehler verschwinden dann nach und nach wieder. Wenn Sie Ihrem wichtigsten Sinnesorgan erneut zu viel zumuten, können die Beschwerden allerdings aufs Neue auftreten. Ein typisches Beispiel hierfür ist zum Beispiel, dass bei vielen Menschen nach einer langen Phase der intensiven Beanspruchung die Augen nicht mehr in der Lage sind, sich vollständig parallel auszurichten. Es kommt daher zu einem in der Regel einseitigen Schielen. Wenn das Phänomen sehr ausgeprägt ist, hat Ihr Gehirn Schwierigkeiten, ein einheitliches Bild aus den Signalen Ihres linken und rechten Auges zu bilden. In diesem Fall sollten Sie gemeinsam mit den Experten (Augenarzt,Optiker) nach den Ursachen suchen. Wenn Sie regelmäßig zu lange ohne Unterbrechung vor dem Computer sitzen, müssen Sie Ihren Arbeitsrhythmus verändern. Mitunter sind die Gründe aber nicht in einer Überlastung, sondern in einer Fehlbelastung Ihrer Augen zu finden. In vielen Fällen spielen hier schlechte Lichtverhältnisse mit zu schwacher Beleuchtung oder mit störendem Gegenlicht eine Rolle. Um asthenopische Beschwerden zu verhindern, hilft hier nur eine Verbesserung der Situation am Arbeitsplatz.

Auch psychische Auslöser kommen in Betracht

Wenn keine äußeren Faktoren als Auslöser für Ihre Augenbeschwerden zu finden sind, sollten Sie den Blick auf Ihre Psyche richten. Mitunter sind vorübergehende oder dauerhafte Fehlsichtigkeiten nervös bedingt. Ihr Optiker kann Ihnen erläutern, dass mitunter auch muskuläre und nervöse Beschwerden zusammen auftreten. Sie können einander sogar wechselseitig verstärken.

Wenn eine Fehlsichtigkeit nicht richtig korrigiert wird

Wenn Sie einen Sehfehler haben, der mit Hilfe einer Brille korrigiert wird, dann kann ein falscher Sitz der Sehhilfe zu Problemen führen. Der Optiker schleift die Gläser so, dass sie in ihrem Zentrum die größtmögliche Sehschärfe bieten. Sind die Gläser falsch zentriert oder hat sich der Sitz der Brille verschlechtert, schauen Sie gewissermaßen an einer falschen Stelle durch Ihre Gläser. Das führt zu einem ständigen Korrekturbedarf und somit zu einer permanenten Anstrengung sowohl für Ihre Augen als auch für Ihr Gehirn. Möglicherweise sind die Art und das Ausmaß Ihrer Fehlsichtigkeit bislang noch nicht richtig festgestellt worden – auch dies kann asthenopische Beschwerden auslösen. Eine gründliche Messung der Sehschärfe und die Suche nach weiteren Sehfehlern wie zum Beispiel einer Hornhautverkrümmung können die ersten Schritte zu einem beschwerdefreien Leben sein. Auf der Basis der ermittelten Werte kann der Optiker Ihre vorhandene Brille anpassen oder Ihnen eine neue Sehhilfe anfertigen. In vielen Fällen ist es außerdem sinnvoll, unter Anleitung des Optikers einmal Kontaktlinsen auszuprobieren. Insbesondere starke Fehlsichtigkeiten lassen sich mit Linsen vielfach besser korrigieren als mit einer Brille.