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Adaptation des Auges

Als Adaptation bezeichnet man die Fähigkeit des Auges, sich auf unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen. Dies geschieht durch die Veränderung der Pupillenweite (Pupillenreflex) sowie durch den Übergang vom Zapfensehen auf das Stäbchensehen und umgekehrt. Dies soll auch dem Schutz des Auges dienen. Das Auge ist z. B. in der Lage sich innerhalb weniger Sekunden auf geänderte Lichtverhältnisse, von „dunkel“ nach „hell“, einzustellen.

Anpassung der Iris

Eine wichtige Rolle bei der Adaptation spielt die Iris. Sie verengt sich, wenn die Umgebung hell ist und verhindert auf diese Weise, dass zu viel Licht ins Auge fällt. In der Dämmerung oder in der Dunkelheit hingegen weitet sich die Iris. Sie trägt auf diese Weise dazu bei, dass möglichst viele von den nur spärlich vorhandenen Lichtstrahlen bis zur Netzhaut gelangen können. Diese Vorgänge laufen vollkommen automatisch ab und erfordern keine bewusste Steuerung (Pupillenreflexes). Die Steuerung erfolgt über verschiedene kleine Muskelstränge in der Iris.

Auch die Netzhaut kann sich anpassen

Neben der Iris verfügt auch die Netzhaut über die Fähigkeit zur Adaptation. Auf ihr sind verschiedene Rezeptoren zu finden, ohne die farbiges und kontrastreiches Sehen nicht möglich wäre. Es handelt sich um die Zapfen und die Stäbchen. Einige dieser lichtempfindlichen Zellen sind vor allem für die Wahrnehmung von Rottönen zuständig, andere für gelbe bzw. grüne Farbtöne. Damit die Zapfen in vollem Umfang ihre Leistung erbringen können, muss es relativ hell sein. Die Farbwahrnehmung des Menschen ist deshalb am Abend und in der Nacht stark eingeschränkt. In einer dunklen Umgebung schlägt die Stunde der Zapfen, die generell deutlich lichtempfindlicher als die Stäbchen sind. Den Grad der Lichtempfindlichkeit kann die Netzhaut in gewissen Grenzen steuern. Auch dieser Prozess ist ein Teil der Adaptation. Bis die Augen nach Eintritt der Dunkelheit ihre volle Leistungskraft erlangt haben, können bis zu zehn Minuten vergehen. Die Anpassung in umgekehrter Richtung, also ein Wechsel von einer dunklen zu einer hellen Umgebung, geschieht wesentlich schneller. In diesem Fall dauert es zumeist nur wenige Sekunden, bis sich das Auge auf die neue Situation eingestellt hat.

Der „Weißabgleich“ des Auges

Jeder Hobbyfotograf kennt den Begriff des „Weißabgleichs“. Mit dieser Einstellung an der Kamera wird sichergestellt, dass eine weiße Wand auf den Bildern später auch tatsächlich als weiße Fläche dargestellt wird. Das Auge besitzt ähnliche Fähigkeit wie eine gute Kamera. Im Rahmen der sogenannten chromatischen Adaptation ist das Auge in der Lage, die Farbwahrnehmung zu korrigieren und weiße Flächen tatsächlich als weiß wahrzunehmen. Das gelingt, indem die Lichtempfindlichkeit derjenigen Zellen herabgesetzt wird, die ein „verfälschtes“ Resultat liefern.

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Von | 2018-06-08T12:02:22+00:00 28. April 2017|
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