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Ablagerungen

Kontaktlinsen müssen regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Keime bilden können. Beim Optiker erhalten Sie spezielle Flüssigkeiten, die Ablagerungen aller Art zuverlässig entfernen. Wenn Sie Ihren Optiker nach der richtigen Anwendung fragen, erfahren Sie, dass die tägliche Reinigung Pflicht sein sollte. Dazu verwenden Sie am besten nur hochwertige und biologisch abbaubare Reinigungslösungen. Einmal pro Woche, so rät auch Ihr Augenarzt, ist zudem der Einsatz eines Proteinentferners sinnvoll.

So entstehen Ablagerungen auf Kontaktlinsen

Ihr Optiker kann Ihnen vor allem zwei Ursachen für die Ablagerungen nennen: Zum einen gibt es Bestandteile der Tränenflüssigkeit, die auf den Linsen haften bleiben. Es handelt sich hier um Ablagerungen von innen. Zum anderen können kleine Schmutz- oder Staubpartikel ins Auge gelangen. Auf diese Weise kommt es zu Ablagerungen von außen. Zu den Verschmutzungen von außerhalb gehören zum Beispiel Nikotin oder auch Reste von Make-up. Sowohl die inneren als auch die äußeren Ablagerungen können Unverträglichkeiten hervorrufen, wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden. Tränende Augen oder eine Verschlechterung der Sehleistung sind klare Warnsignale. Viele Betroffene berichten ihrem Optiker und ihrem Augenarzt, dass sie plötzlich wie durch einen Schleier sehen. Mit einer ausgiebigen Säuberung der Linsen lässt sich das Problem in der Regel aus der Welt schaffen.

Gründliche Reinigung ist wichtig

Gute Hygiene ist im Umgang mit Kontaktlinsen von großer Bedeutung. Das heißt zum Beispiel, dass Sie Linsen nur mit gründlich gewaschenen Fingern einsetzen und entnehmen sollten. Sie verhindern auf diese Weise, dass Bakterien und Schmutz ins Auge gelangen. Innere und äußere Ablagerungen während des Tragens lassen sich hingegen nicht vermeiden. Es kommt zwangsläufig zu Ablagerungen von Proteinen, die im Tränenfilm enthalten sind, von Fett und von Schleimstoffen. Auch vor Staub, Rauch und sonstigen winzig kleinen Schmutzpartikeln können Sie Ihre Augen nicht schützen. Sie haben aber die Möglichkeit, durch eine gründliche Reinigung der Linsen die möglichen negativen Auswirkungen der Ablagerungen zu vermeiden. Von Ihrem Optiker erhalten Sie ein Pflegemittel, in das Sie die Linsen über Nacht einlegen. Die Linsen werden schonend gereinigt und ermöglichen Ihnen am nächsten Morgen wieder klares Sehen. Um auch die Eiweißablagerungen vollständig zu entfernen, sollten Sie einmal pro Woche spezielle Tabletten hinzugeben. Diese Mittel lösen gezielt abgelagerte Proteine auf und sind ebenfalls beim Optiker zu bekommen.

Wann eine Reinigung beim Optiker sinnvoll ist

Wenn Sie auf Ihren Kontaktlinsen besonders hartnäckige Ablagerungen bemerken, die sich während des üblichen Reinigungsvorgangs nicht entfernen lassen, sollten Sie Ihren Optiker um Rat fragen. Versuchen Sie nicht, die Verschmutzungen durch Reiben oder Kratzen zu beseitigen. Sie könnten dabei die empfindliche Struktur der Linsen beschädigen. Ihr Optiker kann die Sehhilfen in seinem Labor einer Intensivreinigung unterziehen und dabei auch sehr feste Ablagerungen beseitigen. Sollte selbst die Reinigung beim Profi nicht den gewünschten Erfolg bringen, führt am Austausch der betroffenen Linsen kein Weg vorbei.