Leiden Sie unter Augenmigräne?

Die Augenmigräne, auch ophtamologische Migräne genannt, ist eine Erkrankung die sich an den Augen bemerkbar macht. Bei der ophtalmologischen Migräne treten anfallsweise Sehstörungen an beiden Augen auf. Diese können von Kopfschmerzen begleitet sein oder auch im Anschluss an die Sehstörungen auftreten. Die Sehstörungen sind vorübergehend und in den meisten Fällen harmlos, wirken für den Betroffenen jedoch häufig beunruhigend.

Welche Symptome treten auf?

Die auftretenden Sehstörungen können verschiedener Art sein. Sehr häufig tritt ein Flimmern auf, dass auch bei geschlossenen Augen weiterhin bestehen kann. Desweiteren sind teilweise Gesichtsfeldausfälle möglich, die auch in Kombination mit dem Flimmern auftreten können. Ist dies der Fall, bezeichnet der Augenarzt das Symptom als Flimmerskotom. Bei vielen Patienten treten zudem Lichtblitze auf, die mit den Erscheinungen, die durch das direkte Schauen in die Sonne ausgelöst werden, vergleichbar sind. Manche Patienten berichten im Rahmen der auftretenden Sehstörungen auch von “durchsichtigen Girlanden“, welche in verschiedenen Farben auftreten.

Begleitet werden diese Symptome eventuell von Schwindel und Kopfschmerzen, wobei der Kopfschmerz auch erst nach dem Abklingen der Sehstörungen auftreten kann. In seltenen fällen treten Lähmungen der Augenmuskeln auf. Die Dauer der Symptomatik beträgt in den meisten Fällen etwa 5-10 Minuten. Nur in sehr seltenen Fällen besteht die Symptomatik länger als 30 Minuten.

Was sind die Ursachen der Augenmigräne?

Die genauen Ursachen und die Entstehung der Augenmigräne sind nicht ausreichend geklärt. Die vorherrschende Annahme von Fachärzten ist jedoch, dass die Augenmigräne durch eine temporäre spastisch-atonische Zirkulationsstörung im Strömungsgebiet der arteria cerebri posterior ausgelöst wird; dass also eine vorübergehende Zirkulationsstörung im Bereich der Sehrinde die Symptomatik auslöst.  Weiterhin wird vermutet, dass Stress, grelles blitzendes Licht, Alkoholkonsum, Hunger, hormonelle Schwankungen bei Frauen, bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln, Medikamenten und Wetterumschwünge begünstigende Faktoren für das Auftreten der Symptomatik sind.

Ist die Augenmigräne gefährlich? Wie wird sie behandelt?

Im Normalfall ist die Augenmigräne harmlos und es bleiben keine bleibenden Schäden zurück. Aus diesem Grund und da die Symptomatik von alleine abklingt, ist meist keine Therapie notwendig. Es ist jedoch hilfreich, sich während die Symptome auftreten, in einen dunklen und ruhigen Raum zu begeben und abzuwarten, bis die Symptome vergehen. Sollten die Symptome der Augenmigräne häufiger auftreten, ist es ratsam einen Augenarzt aufzusuchen um andere Ursachen für die Beeinträchtigungen auszuschließen.