Kontaktlinsen aus dem Internet: So sind Sie auf der sicheren Seite

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Hierzulande tragen etwa 3,4 Millionen Menschen Kontaktlinsen – das entspricht einem Anteil von lediglich 5,3% in der Gruppe der ab 16-jährigen. Dass die Brille noch immer unangefochten führt liegt an Faktoren wie Hygieneaufwand und Tragekomfort. Aber auch der Preis spielt nicht selten eine Rolle: Tageslinsen und Pflegemittel kosten mit der Zeit eine hübsche Summe. Dementsprechend ist es nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr Kontaktlinsenträger ihre Monatsrationen im Netz bestellen. Grundsätzlich spricht natürlich nichts gegen den Bezug von Linsen oder Brillen über das Internet. Doch bei einem so sensiblen Produkt, das unmittelbar auf dem Auge aufliegt, sollten Verbraucher unbedingt zwei Mal hinschauen.

Immer wieder gab es in den letzten Jahren Berichte über Fälschungen, die unter bekannten Markennamen vor allem von Anbietern im Ausland vertrieben wurden. Onlineshopper sollten aus diesem Grund auf zertifizierte Händler aus dem Inland zurückgreifen und bei allzu großen Preisunterschieden misstrauisch werden. Markenware kostet nämlich auch anderorts vergleichsweise viel – Dumpingangebote sind in der Regel nicht möglich.

Ein verlässlicher Qualitätsindikator sind Kundenbewertungen von Onlineshops. Diese können heute auf unabhängigen Portalen sowie über spezielle Widgets beim eigentlichen Onlineshop abgegeben werden. Googlen Sie den Anbieter vorweg – vielfach finden Sie konkrete Erfahrungsberichte echter Kunden in Foren. Bei vermehrt negativen Stimmen sollten Sie hellhörig werden. Überprüfen Sie auch den Unternehmenssitz im Impressum der Seite und achten Sie auf Prüfsiegel, so beispielsweise vom TÜV oder der Organisation Trusted Shops.

Sollte die erhaltene Ware aus irgendeinem Grund ungewöhnlich erscheinen vergleichen Sie die Verpackung zunächst mit Bildern aus dem Internet oder womöglich vorhandenen alten Verpackungen. Das CE-Zeichen ist ein erster, wichtiger Indikator. Über die Verpackungsaufschrift kann man schnell Importe aus anderen Ländern enttarnen. Diese sind nicht grundsätzlich gefährlich. Allerdings muss der Shop solche Angebote entsprechend kennzeichnen und auch erklären. Über die Chargen-Nummer auf der Verpackungsrückseite kann jede Einheit theoretisch genau zurückverfolgt werden. Allerdings kann diese Arbeit nur der Hersteller leisten.

By | 2018-04-23T11:24:36+00:00 27. Mai 2016|
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