Kann ich meine Augenfarbe ändern?

Vielfach überzogen, genauso oft aber auch sinnvoll und notwendig: Die moderne plastische Chirurgie kennt heutzutage kaum noch Grenzen. Augenlider, Nasen, Ohrläppchen und Haaransätze – es gibt so gut wie nichts mehr am menschlichen Körper, was sich nicht mit einem Skalpell modifizieren lässt.

Fernab der ewig tobenden Diskussion über Sinn und Unsinn von kosmetischen Eingriffen bleibt die Frage, wie weit solche Modifikationen in Zukunft noch gehen können. Werden wir beispielsweise eines Tages in der Lage sein, unsere natürliche Augenfarbe zu ändern?

Eine wichtige Feststellung vorab: Auch wenn die Yellow Press diesen Sommer über ein neuartiges Verfahren aus Frankreich berichtete, ist die operative, medizinisch vertretbare Änderung der eigenen Augenfarbe wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht möglich. Das besagte Verfahren aus Straßburg kann die Pupillenfarbe durch eine Art Permanenttätowierung tatsächlich modifizieren. Noch aber fehlt es an Langzeitstudien, um über die medizinische Tragweite und mögliche Risiken des Verfahrens eindeutige Aussagen treffen zu können.

Wer – aus welchen Gründen auch immer – dennoch an seiner Augenfarbe feilen möchte, muss bis dahin zu konventionellen Mitteln greifen. Dazu gehören beispielsweise spezielle Kontaktlinsen, die man heute in nahezu jeder erdenklichen Farbe beziehen kann. Die Damen der Schöpfungen können weiterhin tief in die Make-Up-Trickkiste und ihre natürliche Augenfarbe gezielt betonen. Im Gesamtkontext des geschminkten Gesichts kann diese anschließend deutlich intensiver zur Geltung kommen und damit womöglich den gewünschten „Oha“-Effekt erreichen. Beispiel: Möchte man grüne Augen deutlicher herausstechen lassen, sollte man zu Lidschatten in Lila oder Bordeaux greifen. Ein entsprechend abgestimmter Eye-Liner tut schließlich sein Übriges.