Jährliche Routineuntersuchung beim Augenarzt ist unabdingbar

Genauso wie unsere Zähne oder die Haut brauchen auch unsere Augen regelmäßig Pflege, Kontrolle und Vorsorgeuntersuchungen. Letztere werden durch einen standardisierten Checkup gewährleistet, den bundesweit jeder Augenarzt anbietet. Eine solche Routineuntersuchung sollte im höheren Alter idealerweise jedes Jahr erfolgen.

Sehschärfe und Sehtest

Im Vordergrund steht die Überprüfung, in wieweit sich die Sehschärfe (Visus) – ob mit oder ohne Brille/Kontaktlinsen – seit dem letzten Check verändert hat. Änderungen werden mit den letzten Angaben in Ihrem Brillenpass verglichen und notiert. Nach dem allseits bekannten Sehtest folgt in der Regel die Vermessung des Sehorgans mit Hilfe des so genannten Autorefraktometers, dass den Sehfehler des Auges misst.

Messung des Augeninnendrucks

Immer öfter wird im Zuge der Routineuntersuchung auch der Augeninnendruck gemessen. Hierzu nutzt der Augenarzt ein so genanntes Lufttonometer, das getreu der Bezeichnung einen kurzen Luftstoß ins Auge abgibt. Je nach Praxis können auch alternative Messmethoden zur Bestimmung des Augeninnendrucks zum Einsatz kommen. Der Test stellt eine wichtige Grundlage für die Indikation des Grünen Stars dar. Sofern Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, muss der Augeninnendruck über Tag und Nacht verteilt mehrfach nachgemessen werden, um im Rahmen des so genannten Tagesdruckprofils einen Durchschnittswert zu ermitteln.

Weitere Untersuchungen

Der Checkup bei Ihrem Augenarzt ist damit noch nicht abgeschlossen: Im nächsten Schritt wird der Mediziner die Augen mit Hilfe der Spaltlampe eingehend untersuchen. Je nach Notwendigkeit folgen anschließend die Überprüfung des Gesichtsfelds, der Farbwahrnehmung und/oder eine Ultraschaluntersuchung. Die meisten Aspekte der Kontrolluntersuchung sind absolut schmerzfrei und schnell erledigt. Einzige Ausnahme: Sofern eine so genannte Angiographie auf dem Plan steht, wird die Pupille mit Hilfe spezieller Tropfen erweitert. Infolgedessen kommt es zu einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit im Straßenverkehr, einer Unschärfe in der Nähe und der Patient sieht etwa zwei bis drei Stunden lang nur mühsam und ist dementsprechend nicht verkehrstüchtig.

Kosten für die Routineuntersuchungen

Sofern kein konkreter Anfangsverdacht besteht, muss die Vorsorgeuntersuchung durch den Patienten privat getragen werden. Bei den meisten Vorsorgeuntersuchungen handelt es sich um sog. iGeL-Leistungen , die die meisten Krankenkassen nicht bezahlen, es sei denn, es besteht ein Anfangsverdacht auf eine Erkrankung. Je nach Art und Umfang der Untersuchungen betragen die Kosten zwischen 20 -140 €.