Gute Augen sind für Piloten unabdingbar

Für viele Kinder und Jugendliche hat der Berufswunsch „Pilot“ noch immer etwas Magisches an sich: Riesige Maschinen steuern, rund um die Welt fliegen und die schönste Aussichten über den Wolken genießen – wer möchte das nicht? Selbst im Erwachsenenalter ist die Faszination Luftfahrt ungebrochen.

Wer den entsprechenden Berufsweg tatsächlich einschlagen möchte, muss eine harte, von zahlreichen Eignungstests geprägte und vergleichsweise kostspielige Ausbildung auf sich nehmen. Am Ende des Auswahlverfahrens für die Piloten-Ausbildung bei der Lufthansa steht das so genannten „Medical“, die Untersuchung der medizinischen Eignung. Bei anderen großen Airlines ist das Verfahren ähnlich.

Im Rahmen des „Medicals“ werden unter anderem Fitness und Sehkraft des Bewerbers auf den Prüfstand gestellt. Erstaunlich: Ablösungen in diesem Bereich haben in den meisten Fällen mit Augenerkrankungen, Farbsehschwächen und/oder Falschangaben bei der Körpergröße zu tun.

Der Medizinische Dienst der Lufthansa gibt in diesem Bereich klare Regeln vor: Ein „gutes Sehvermögen“ ist mit einem Refraktionsfehler von +/- 3,0 Dioptrien sowie einem Astigmatismus von maximal 2 Dioptrien definiert. Wer in diesem Bereich liegt, kann sich sogleich bewerben. Seit dem 1. Juli 2013 lässt die Staatsairline auch Pilotenanwärter mit Werten von +/- 5,0 Dioptrien sowie einem Astigmatismus von über 2 für das Bewerbungsverfahren zu. In einem solchen Fall wird jedoch eine individuelle Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Airline angeordnet, der einen gewissen Ermessungsspielraum bei der Zulassungsentscheidung hat.

Von der Laser-Korrektur der Augen rät die Fluggesellschaft übrigens klar und deutlich ab. Sofern der Bewerber bereits eine Lasik hinter sich hat, darf der Ausgangswert vor der Operation +/- 3,5 Dioptrien nicht überschritten haben. Auch in einem solchen Fall kommt es zu einer individuellen Prüfung durch den Medizinischen Dienst.