Gleitsichtkontaktlinsen: Funktion, Arten & Kosten

Gleitsichtkontaktlinsen: Funktion, Arten & Kosten

Gleitsichtkontaktlinsen sind Mehrstärkenlinsen (Multifokale Kontaktlinsen), die im Prinzip das gleiche leisten wie eine Gleitsichtbrille. Sie sind in der Lage eine grundsätzlich vorliegende Kurzsichtigkeit und eine Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) gleichzeitig zu korrigieren, ohne dass eine zusätzliche Lesebrille nötig ist.  Erfahren Sie in diesem Beitrag alles Wichtige zu Gleitsicht Kontaktlinsen.

Gleitsichtkontaktlinsen sind dafür entwickelt worden mehrere Sehstärken zu ermöglichen. Durch ihre Position direkt auf dem Tränenfilm des Auges positionieren sie sich automatisch richtig und es ist – anders als beim Tragen einer Gleitsichtbrille – keine Bewegung des Kopfes erforderlich.

Gleitsichtkontaktlinsen: Arten

Es gibt zwei Arten von Gleitsicht Kontaktlinsen, die auf unterschiedliche Art und Weise funktionieren.

Alternierende Linsen

Die häufig verwendeten alternierenden Linsen haben getrennte Stärkebereiche für Nah- und Fernsicht. Sie eignen sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit vor allem für Menschen, die im Nahbereich scharf sehen möchten (z. B. beim Lesen).

Alternierende Linsen gibt es in zwei Varianten. Die erste Variante ist ähnlich wie Bifokalbrillengläser in zwei Zonen (unten und oben) unterteilt, die jeweils für eine Sehdistanz optimiert sind. Die zweite Variante funktioniert wie eine Gleitsichtbrille. Die Übergänge zwischen der Nah- und Fernsicht sind dabei fließend.

Bivisuelle Linsen

Bivisuelle Linsen erzeugen immer gleichzeitig ein Nah- und ein Fernbild. Während einer Eingewöhnungszeitlernt das menschliche Gehirn (visuelles Wahrnehmungszentrum), das jeweils scharfe Sichtbild wahrzunehmen und das andere dabei zu unterdrücken. Vorteil dieser multifokalen Kontaktlinsenart ist die kürzere Eingewöhnungszeit gegenüber den alternierenden Linsen. Dennoch vertragen nicht alle Menschen diese Art der Linsen.


Gleitsichtkontaktlinsen: Vorteile

Multifokale Kontaktlinsen bieten folgende Vorteile:

  • Korrektion der Sehschärfe für Nah- und Fernsicht
  • Fließender Übergang von einer Sehdistanz zur anderen
  • Scharfes Sehen im Alter ohne zusätzliche Lesebrille
Gleitsichtkontaktlinse
© benik.at /Fotolia

Gleitsichtkontaktlinsen: Nachteile

Neben einer Reihe von Vorteilen gibt es auch Probleme oder Nachteile bei der Verwendung von Gleitsicht Kontaktlinsen:

  • relativ lange Eingewöhnungszeit von bis zu sechs Wochen
  • hohe Kosten in der Anschaffung
  • sind schwieriger anzupassen als Standardlinsen
  • in der Anpassungsphase evtl. blendendes Licht beim Nachtsehen und schattenhafter Seheindruck

Gleitsichtkontaktlinsen: Fachgerechte Anpassung nötig

Bevor man Gleitsicht Kontaktlinsen kauft, ist eine ausführliche Beratung und Anpassung durch den Augenarzt oder Augenoptiker nötig. In einem ersten Schritt vermisst der Augenoptiker oder Augenarzt die Augen sehr genau, bestimmt die exakten Dioptriewerte und überprüft die Hornhaut auf eine vorliegende Verkrümmung. Im zweiten Schritt wählen die Experten die richtige Gleitsichtkontaktlinse für den Patienten aus. Danach erfolgt die Eingewöhnungsphase, in der die multifokalen Linsen einige Tage zur Probe getragen werden, um die Verträglichkeit zu überprüfen.


Gleitsichtkontaktlinsen: Kosten

Gleitsicht Kontaktlinsen sind aufgrund des aufwendigen Designs und Herstellungsverfahren deutlich teurer als normale Kontaktlinsen. Die ersten 14-Tageslinsen bekommt bei einigen Onlinehändlern schon ab 15€. Monatslinsen erhält man je nach Hersteller zu einem Preis von ca. 40 €.

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