StartErkrankungenGeschwollene Augen (Lidödem): Symptome, Ursachen & Therapie

Geschwollene Augen (Lidödem): Symptome, Ursachen & Therapie

Geschwollene Augen (Syn.: Lidödem, Lidschwellung) werden durch eine chronische oder akute Schwellung der Augenlider ausgelöst. Sie lassen das Gesicht schnell verquollen und müde wirken. Durch eine Flüssigkeitsansammlung im Unterhautzellgewebe kommt es zu einer Wölbung der Augenlider, die über die normale Form hinausgeht.

Bei geschwollenen Augen kann die eigentliche Schutzfunktion des Lides (Schutz vor Austrocknung oder Fremdkörpern) für das Auge beeinträchtigt sein und das Lid schließt nicht mehr richtig.

Geschwollene Augen: Ursachen

Geschwollene Augenlider können akute oder chronische Ursachen haben. Akute Lidödeme treten oft in Verbindung mit übermäßigen Alkoholkonsum, durch Weinen, trockene Augen oder Schlafmangel auf und schwellen im Laufe des Tages von alleine wieder ab. Bei ihnen ist eine medizinische Behandlung oft nicht nötig.

Bei chronischen (allergischen) Lidödemen sind direkte Reaktionen auf allergieauslösende Stoffe die Ursache für geschwollene Augenlider. Heuschnupfen, Hausstaub, Milben oder Tierhaare sind dafür bekannt chronisch geschwollene Augenlider zu verursachen.

Des Weiteren können zum Beispiel Insektenstiche, Bindehautentzündungen, Viren oder Bakterien zu einem chronischen Lidödem führen.

Auch folgende Erkrankungen können wiederkehrend zu geschwollenen Augen führen:


Geschwollene Augen: Begleitende Symptome

Neben der deutlich sichtbaren Schwellung der Augenlider kann es bei einem Lidödem begleitend zu weiteren Symptome kommen. Sollten diese auftreten, ist es ratsam umgehend zum Arzt zu gehen.

Dazu gehören:

  • Juckreiz
  • dunkle Ringe um die Augen
  • gerötete und heiße Haut
  • Tränenfluss
  • Beeinträchtigung der Sehkraft
  • blasse und kühle Haut mit schmerzloser Schwellung
  • Fieber
Geschwollene Augen
© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Geschwollene Augen: Therapie

Bei akuten Beschwerden ist es hilfreich die geschwollenen Augenlider mit kalten Kompressen, wie zum Beispiel einem kalten Waschlappen, zu kühlen und so das Spannungsgefühl zu lindern. Außerdem fördert eine ausgewogene Ernährung und die Aufnahme von viel Flüssigkeit die Behandlung akuter Lidödeme.

Achten Sie auch darauf, das der Oberkörper beim Schlafen leicht erhöht ist, damit der Lymphabfluss positiv beeinflusst wird und sich keine Flüssigkeit im Augenlid ansammelt.

Die langfristige Therapie eines Lidödems richtet sich je nach diagnostizierter Ursache. Zunächst wird der Arzt die Patienten zu ihrer Krankengeschichte befragen und versuchen herauszufinden, wie lange die Beschwerden bestehen oder ob Grunderkrankungen bekannt sind.

Ein Augenarzt kann zudem eine augenärztliche Untersuchung durchführen, um festzustellen, ob eine Augenerkrankung für die geschwollenen Augen verantwortlich ist.

Ein Abstrich des Augensekrets kann weitere Rückschlüsse auf die Krankheitserreger geben.

Grundsätzlich sollte bei chronischen Lidödemen immer erst die Grunderkrankung therapiert werden. Sind Allergene für das Lidödem verantwortlich, ist es sinnvoll, abzuklären welche Allergene die Auslöser sind.

Spielen Nierenversagen oder Bluthochdruck eine Rolle, sollten betroffene Patienten im Zweifelsfall einen Internisten oder Kardiologen konsultieren.

Ist das Lidödem die Folge einer bakteriellen Entzündung, zum Beispiel eines Gerstenkorns, wird meistens ein Antibiotikum in Form von Salben oder Tropfen verschrieben.


Geschwollene Augen: Vorsorge

Wer besonders zu Augenringen und geschwollenen Augenlidern neigt, kann mit einigen Tipps ein Lidödem vorbeugen oder beseitigen. Folgende Tipps und Hausmittel können das Problem bekämpfen:


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