„Faces behind glasses“ mit Jens Spahn

Faces behind glasses mit Jens Spahn
© Laurence Chaperon

Politiker und der Imagefaktor Brille – für Politikerinnen und Politiker kann sie mitunter karrierefördernd sein, wie nun eine Studie des Social Cognition Center Cologne unter Beweis stellt. Jens Spahn, CDU-Politiker, Bundestagsabgeordneter, Bundesminister für Gesundheit und bekennender Brillenträger stellt sich den aumedo.de Fragen.

Herr Spahn, in der Öffentlichkeit oder auf Bildern sieht man Sie mit unterschiedlichen Brillenmodellen, meist mit breiten und auffälligen Rahmen.

Haben Sie ein Lieblingsmodell und wenn ja, welches?

Jens Spahn: Ich trage gerne unterschiedliche Modelle, ein wenig Abwechslung schadet nie. Das ist eine tägliche getroffene persönliche Entscheidung und hat sicher auch was mit meiner aktuellen Stimmungslage zu tun. So gesehen ist es ein bisschen wie mit meinen Anzügen – ich trage ja auch nicht jeden Tag denselben (lacht).

Wenn Sie Ihre Modelle regelmäßig wechseln, wieviele besitzen Sie?

Gute Frage, das variiert. Momentan wechsle ich zwischen drei Modellen. 

Suchen Sie beim Brillenkauf Ihre Modelle selbst aus oder haben Sie einen persönlichen Berater, der Ihnen Tipps gibt, welche Brille Ihnen am besten steht und ihr Image unterstreicht?

Professionell beraten lasse ich mich nicht. Meine Brillenmodelle habe ich mir alle selbst ausgesucht. Der einzige, der da wirklich mitredet ist mein Partner.

Gibt es Brillenmodelle, die Sie nie tragen würden, weil sie z.B. unseriös wirken? 

Also grüne oder rote Brillen kann ich mir nicht vorstellen (lacht). Und randlose Modelle passen eher weniger zu meinem Typ.

Also beabsichtigen Sie mit der Brille immer eine bestimme Wirkung?

Nein, eine Wirkung beabsichtige ich damit nicht. Mir ist wichtig, dass die Brille zu mir passt. Und das Modell muss stimmig ist. Ich sehe meine Brillen mehr als Sehhilfe denn als Stilmittel. Meine Modelle ähneln sich und ich bin in meinem Geschmack relativ konstant. Meine Brillen sollten trotz meiner ausgeprägten Sehschwäche und der damit verbundenen dicken Gläser schlicht gut aussehen.

Sind Sie sich dennoch bewusst, dass eine Brille auch ein Stilmittel ist und die Wirkung Ihrer Sehhilfe eventuell auch auf die ein oder andere Weise interpretiert werden kann?  

Wenn man wie ich in der Öffentlichkeit steht, und insbesondere in der Politik, wird immer etwas in Äußerlichkeiten hineininterpretiert. Trägt jemand Krawatte oder nicht, ist diese bunt oder einfarbig, all das wird analysiert und interpretiert. Das gilt natürlich auch für Brillen. Ob das dann immer so zutrifft, steht auf einem anderen Blatt. 

Jens Spahn
© Jörg Klaus

Was ist Ihnen an Ihren Brillen besonders wichtig? Worauf achten Sie neben dem Design am meisten beim Kauf?

Neben dem Design ist sicherlich der Tragekomfort der wesentlichste Punkt. Bei Arbeitstagen von 14-16 Std. ist es wichtig, dass ein Modell auch abends angenehm sitzt.

Sie sind einer der online-affinsten Politiker Deutschlands, verfügen über eine Homepage, einen Facebookaccount und Twitter. Lassen Sie sich beim Brillenkauf noch klassisch vom lokalen Optiker beraten oder ziehen Sie den schnellen Online-Kauf vor?

Ich kaufe Vieles auch online eine, aber beim Brillenkauf möchte ich gerne persönlich beraten werden, verschiedene Modelle direkt ausprobieren und ein direktes Feedback vom Optiker oder Freunden bekommen. Verschiedene Modelle, unterschiedliche Nuancen und eine facettenreiche Auswahl zum Anprobieren bekomme ich nur vor Ort.

Warum sieht man Sie in der Öffentlichkeit nie ohne ihre Brille? Sind Kontaktlinsen keine Alternative?

Eine Brille ist für mich einfach angenehmer zu tragen, gerade an langen Tagen. Kontaktlinsen trage ich mal spontan und ohne bestimmten Anlass.

Käme für Sie eine operative Korrektur Ihrer Sehschwäche in Betracht ?

Ich habe mir bereits ein Augen lasern lassen, habe also schon Erfahrung in diesem Bereich. Es ist Wahnsinn, was da heute alles geht. 

Herr Spahn, wir danken Ihnen für das Interview.

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