Faces Behind Glasses - Marlene Lufen im Interview mit aumedo

Marlene Lufen wurde 1970 in Berlin geboren. An der Freien Universität Berlin studierte sie Publizistik und Spanisch. Anschließend absolvierte sie ein Praktikum in der Nachrichtenredaktion von ABC in San Francisco. Bekannt geworden ist sie als Moderatorin des Sat.1-Frühstücksfernsehen. Jetzt moderiert Marlene Lufen auch eine neue Sendung „Dinner Party – Marlene lädt zum Talk“. Im Interview verrät uns Frau Lufen, warum ihr große und eckige Brillen nicht stehen.

Seit wann brauchen Sie eine Brille?

„Ich hatte schon als Teenager eine Brille, eine rote Hornbrille, die fand ich damals super. Ich brauchte sie nicht zwingend, meine Sehschwäche war da noch sehr gering. Nun trage ich seit ungefähr 4-5 Jahren eine Brille.“

Warum sieht man Sie in der Öffentlichkeit (fast) nie mit Brille?

„Meine Brille mag ich sehr, trotzdem nehme ich sie auf Fotos oft ab, ich weiß gar nicht genau warum. In der Sendung trage ich Kontaktlinsen.“

Kommen Sie gut mit Ihren Kontaktlinsen zurecht?

Marlene Lufen„In der Sendung und bei Event-Moderationen trage ich meist Kontaktlinsen. Ich kann sonst nämlich meine Notizen nicht lesen und gerade für Namen muss man manchmal noch einen schnellen Blick auf die Karte werfen. Zum Abendkleid finde ich eine Brille meist nicht so passend.“

„Das Rein- und Rausnehmen der Linsen stresst mich aber bis heute. Ich trage weiche Tageslinsen, die unglaublich empfindlich sind und sehr schnell kaputtgehen. Wenn meine Fingernägel etwas länger sind, ist es noch schlimmer. Es ist schon passiert, dass ein Teil der Linse unauffindbar unter meinem Augenlid war, ich musste zum Augenarzt, um es mir rausholen zu lassen.“

Wie viele Brillen besitzen Sie (Sonnen- und Korrekturbrillen)?

„Neben der Brille mit Gleitsichtgläsern, die ich täglich trage, habe ich eine Arbeitsbrille am Schreibtisch für die Distanz zum Laptop, eine Brille am Bett zum Lesen, eine auf der Arbeit, eine in meiner Berliner Wohnung und eine Sonnenbrille mit geschliffenen Gläsern. Weil ich ohne Brille ziemlich aufgeschmissen bin, musste ich diverse Modelle am Flughafen kaufen, die nun als Ersatzbrillen überall stecken, wo ich sie gebrauchen könnte. :-)“

Interessieren Sie sich allgemein für aktuelle Brillentrends?

„Ich liebe Brillen und könnte mir ständig neue Modelle kaufen, wenn die Gläser nicht so teuer wären. Mit der Brille kann man seinen Look sehr beeinflussen und die Brillenmode ändert sich auch ständig. Ich mag das und wechsle meine Brille deswegen ab und an.“

Nach welchen Kriterien suchen Sie eine Brille aus?

„Ich habe ein recht kleines Gesicht – sowas sagen einem Optiker, sonst wüsste ich es wahrscheinlich gar nicht. Als die großen, mondänen Brillengestelle modern waren, sah ich immer aus wie ein verkleidetes Kind damit. Ging für mich gar nicht. Die zarten Metall-Gestelle, die gerade Trend sind, mag ich sehr!“

Haben Sie eine Lieblingsbrillenform?

„Meine Lieblings-Brillen-Form hat sich im Lauf der Jahre immer wieder geändert. Ich weiß nur, was für mich nicht passt: zu groß und zu eckig.“

Denken Sie, dass Brillenträger intelligenter wirken?

„Wahrscheinlich ist das so, dass man Menschen mit Brille für intelligenter hält. Ich nehme allerdings nicht an, dass Sehschwäche etwas mit Klugheit zu tun hat (lacht).“

Fühlen Sie sich selbst mit Brille anders?

„Ich bin so gewöhnt an mich mit Brille, dass sie auf meine Stimmung keine wirkliche Auswirkung mehr hat. Ich mag sie, es fühlt sich gut an sie zu tragen. Am Anfang hatte ich aber große Eingewöhnungsschwierigkeiten und wollte mich nicht so richtig damit abfinden, dass ich nun wohl IMMER Brille tragen muss.“

Marlene LufenSchränkt Sie eine Brille im Beruf ein?

„Meine Sehschwäche schränkt mich eher ein als meine Brille.
Ich trage sie beim Moderieren nicht, kann aber ohne Sehhilfe praktisch keine Zeitung lesen oder vom Handy was ablesen.

Spontanes Recherchieren beim Moderieren ist also eher schwierig. Deswegen trage ich oft Kontaktlinsen.“

 

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