Faces behind glasses – Birte Dargel aka Superbirdy

Birte Dargel absolvierte 2004 eine Ausbildung zur Make-Up Artistin und Hairstylistin in München. Seit 2005 ist sie freiberuflich Tätig und arbeitet auch für diverse TV Sender, unter anderem RTL, Pro7, Sat 1 und WDR. 2013 hat Birte Dargel das Label superbirdy gegründet. Sie designt Hosen und T-Shirts aus Biobaumwolle. Für Fotos klauen Stars und Sternchen gerne mal ihre coole und auffällige Brille.

Liebe Frau Dargel, seit wann brauchen Sie eine Brille?

Superbirdy-mit-Brille„Ich glaube, ich habe mit 16 Jahren meine erste Brille bekommen, weil ich die Tafel in der Schule nicht mehr richtig sehen konnte. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, dass ich sie in der Schule nie getragen habe. Damals war es ja eher uncool Brille zu tragen. Einige Jahre später habe ich dann nur Kontaktlinsen getragen und die Brille eher selten und wenn dann nur zuhause. Heutzutage ist es sehr modern und cool eine Brille zu tragen, wie ein Accessoire eben.“

Schränkt Sie eine Brille im Beruf ein?

„Nein, meine Brille stört mich im Job nicht. Sie stört mich eigentlich nur beim Autofahren, wenn z.B. die Sonne scheint, dann trage ich eine Sonnenbrille mit Sehstärke. Das ist dann meistens sehr ungünstig, wenn ich durch einen Tunnel fahren muss und dann schnell zu meiner Brille wechseln muss. Das nervt mich manchmal.“

Tragen Sie auch Kontaktlinsen? Wenn ja, kommen Sie gut mit ihnen zurecht?

Superbirdymisseskuuhney„Früher habe ich oft Kontaktlinsen getragen, aber leider sind meine Augen seit einer längeren Zeit sehr trocken. Wahrscheinlich kommt es davon, dass ich ständig am Handy bin (lacht). Ich habe diverse Kontaktlinsen ausprobiert, aber vertrage viele nicht, bekomme schnell Kopfschmerzen und muss Tropfen gegen die trockenen Augen verwenden. Es gibt auch Momente wo ich gern ohne Brille aus dem Haus gehen möchte, aber dann würde ich sie doch wieder vermissen. Jetzt trage ich ab und zu Tageslinsen, die mir nach einem Besuch beim Optiker empfohlen wurden. Aber meistens bin ich zu bequem um sie einzusetzen. Mit Brille geht es dann doch schneller und ich mag mein Gesicht mit Brille.“

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht Ihre Fehlsichtigkeit operativ, z.B. mit der Lasik-Methode behandeln zu lassen?

„Ja, ich habe schon mal darüber nachgedacht. Viele Augenärzte haben mir allerdings von einer Lasik-OP abgeraten, weil ich schon sehr trockene Augen habe und es dadurch schlimmer werden könnte. Außerdem hätte ich viel zu viel Angst vor einer solchen Operation und Bedenken, dass etwas Schlimmes passieren könnte. Vielleicht sollte ich einfach mehr das Handy weglegen, damit meine Augen nicht mehr so trocken sind.“

Sie haben eine auffällige Brille, die gerne mal von Prominenten für ein Foto entwendet wird. Wie sind Sie zu dieser Brille gekommen?

superbirdy-2-birte-dargel„Da steckt keine große Story dahinter. Meine Korrekturbrille ist eigentlich eine Sonnenbrille, die ich dann habe mit Gläsern anfertigen lassen. Ich liebe die Brille, weil sie irgendwie meine Persönlichkeit widerspiegelt und genau zu meinem Gesicht passt. Sie ist eben cool und auffällig, aber auch filigran. Bei meinen Jobs fragen mich dann viele, ob sie die Brille aufsetzen dürfen. Bei einem Fotoshooting zu der Serie „Einstein“ hat Tom Beck das erste Mal meine Brille geklaut. Witzigerweise passte es auch zu seiner Rolle in der Serie. Daraus ist dann dieser Runnig Gag entstanden, dass Prominente meine Brille klauen.“

Nach welchen Kriterien suchen Sie sich eine Brille aus?

„Ich finde eine weibliche Brillenform, wie eine Runde Brille schöner als eine Piloten Brille. Sie muss zart sein, so wie meine. Der goldene Rahmen und die Runde, auffällige Form hat mir einfach optisch gefallen. Ich hatte auch schon einmal ein Horn Gestell, aber ein dünner Rahmen steht mir wesentlich besser. Was gar nichts für mich wäre ist eine komplett Randlose Brille. Jetzt bin ich wieder auf der Suche nach einer coolen, neuen Brille. Auch hier sollte das Gestell schmal und dünn sein.“

Denken Sie, dass Brillenträger intelligenter wirken?

„Ja definitiv. Es hängt aber auch vom Typ ab. Eines Abends war ich mit einer Freundin unterwegs und ein Mann hat uns in einer Bar angesprochen. Er hat versucht unseren Job zu erraten. Zu mir sagte er, ich sei eine Lehrerin, also ein Beruf, den man mit Intelligenz verbindet. Mit Brille werde ich übrigens immer jünger eingeschätzt als ich bin.“

Noch eine abschließende Frage an Sie: wie sind Sie auf die Idee gekommen ein eigenes Label zu gründen?

superbirdy-3-birte-dargel„Die Idee zur Marke ist aus einem Sommerloch heraus entstanden, als ich kurzzeitig in einem Yoga Studio in Düsseldorf gearbeitet hat. Die Besitzerin des Studios trug immer sehr bequeme Hosen. Ich selbst mag keine engen Hosen und habe mir dann in den Kopf gesetzt ihre Hose einfach nachzunähen. Dafür habe ich extra einen Nähkurs besucht, um meine Kenntnisse aufzufrischen und schließlich meine Idee von einer bequemen und stylischen Hose umsetzen zu können. Der Name meines Labels ist eigentlich mein Spitzname, Birdy für Birte und Super weil ich einfach alles möglich mache (lacht).“