Erste Hilfe für das Auge: Das sollten Sie für den Fall der Fälle wissen

Die menschliche Augenpartie ist überaus empfindlich. Entsprechend wichtig ist es, für den berühmten „Fall der Fälle“ gewappnet zu sein – auch wenn dieser die meisten von uns erfreulicherweise wohl nie ereilen wird.

Unsere Augen können durch Fremdkörper oder auch Verätzungen mit Laugen oder Säuren temporär, vereinzelt aber auch nachhaltig verletzt werden. In beiden Fällen kommt es auf jede Minute an: Bis ein Experte seinen prüfenden Blick drauf werfen kann, muss höchstwahrscheinlich erste Hilfe geleistet werden.

Die besagten Verätzungen beispielsweise passieren in hiesigen Haushalten deutlich häufiger, als man zunächst vermuten mag. Beispielsweise kann ein solcher Unfall beim Hantieren mit chemischen Putzmitteln auftreten. In diesen und anderen Fällen ist es von großer Wichtigkeit, das betroffene Auge sogleich mit klarem Wasser auszuspülen. Der Betroffene sollte dabei nach Möglichkeit in liegender Position verbleiben, während eine zweite Person die Augenpartie mit den Fingerspitzen vorsichtig aufhält. Benutzen Sie lauwarmes Wasser, dass Sie aus einer Höhe von etwa zehn Zentimeter ins Auge fließen lassen. Sofern zutreffend, sollte das nicht-betroffene Auge derweil abgedeckt werden.

Gelangt ein Fremdkörper ins Auge, versucht die Natur zunächst aus eigenen Kräften Abhilfe zu schaffen: Die Tränenflüssigkeit und das Blinzeln sorgen in vielen Fällen dafür, dass kleine Staubpartikel oder Insekten genauso schnell wieder herausgespült werden wie sie hereingekommen sind. Handelt es sich um größere Fremdkörper, sollte nach Möglichkeit sofort eine augenärztliche Notaufnahme angesteuert werden. Der Betroffene darf das Auge bis dahin keineswegs reiben und auch nicht versuchen, den Fremdkörper mit den Fingern selbständig zu entfernen. Eventuell empfiehlt sich die Applikation einer (keimfreien) Wundauflage zum Schutz der jeweiligen Augenpartie.