Die 5 wichtigsten Augenerkrankungen

Vom 08. bis zum 15. Oktober 2017 findet die alljährliche „Woche des Sehens“ in Deutschland statt. Ein Grund mehr, den Fokus auf das wichtige Sinnesorgan – das Auge – zu richten. Im Folgenden erläutern wir Ihnen die 5 wichtigsten Augenerkrankungen und zeigen Ihnen auf, woran man diese erkennt und wie man sie bestmöglich behandelt.

Bindehautentzündung

Was ist das? Eine Bindehautentzündung (med. Konjunktivitis) ist eine Reizung der Augenbindehaut, die entweder durch Bakterien oder Viren verursacht wird.
Symptome: Bei einer Bindehautentzündung kommt es zu einer verstärkten Durchblutung, die dazu führt, dass sich die Bindehaut rötet. Meist geht es mit vermehrtem Tränenfluss, Juckreiz, Fremdkörpergefühl und Schmerzen einher.
Risikofaktoren: Enger Kontakt zu Menschen, die erkrankt sind und Bakterien oder Viren einer Bindehautentzündung übertragen können. Aber auch äußere Reize, wie beispielsweise starke Zugluft oder UV-Licht können Auslöser sein.
Therapie: Da trockene Luft ein Verstärker einer Bindehautentzündung ist, ist es sinnvoll, mittels Luftbefeuchter eine Bindehautentzündung vorzubeugen. In jedem Falle helfen Tränenfilm-Ersatzmittel. Falls die Reizung länger anhält, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. Dieser klärt, ob eine Infektion mit Bakterien oder Viren vorliegt und behandelt diese medikamentös.

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Glaukom

Schaubild_GlaukomWas ist das? Glaukom – auch bekannt als Grüner Star- wird als Sammelbegriff für Erkrankungen des Auges verwendet, bei denen es zu Druckschädigungen des Sehnervs (nervus opticus), Gesichtsfeldausfällen (Skotome) und Veränderungen der Sehnervenpapille kommt. Die Ursache der Erkrankungen liegt zumeist an einem zu hohen Augeninnendruck.
Symptome: Ein Glaukom weist anfangs keinerlei Symptome auf. Das Glaukom entwickelt sich über einen längeren Zeitraum schleichend und unbemerkt – schon während dieser Phase der Erkrankung kommt es jedoch zu irreparablen Schäden am Sehnerv und zu Gesichtsfeldausfällen. Daher gilt diese Erkrankung als besonders tückisch.
Risikofaktoren: Stark schwankende Blutdruckwerte, sehr niedriger Blutdruck, Rauchen, erhöhter Augeninnendruck, genetische Veranlagung, akuter Diabetes mellitus, starke Kurz- oder Weitsichtigkeit
Therapie: Ziel der Behandlung des grauen Stars ist eine dauerhafte Senkung des Augeninnendrucks – entweder durch die Einnahme von Medikamenten, einem operativen Eingriff oder mit Hilfe eines Lasers.

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Diabetische Retinopathie

Schaubild-Diabetische-RetinopathieWas ist das? Die Retinopathia diabetica (diabetische Retinopathie) ist eine durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus hervorgerufene Erkrankung der Netzhaut. Sie ist europaweit für jede dritte Erblindung bei Erwachsenen verantwortlich.
Symptome: Die diabetische Retinopathie wird anfangs kaum wahrgenommen. Das vorzeitige Absterben der Sehzellen führt zu einem langsamen Rückgang der Sehkraft.
Risikofaktoren: Grunderkrankung Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte
Therapie: Einstellung der Grunderkrankung Diabetes mellitus durch einen Facharzt (Diabetologen). Spezielle therapeutische Verfahren, wie z.B. bestimmte Laseroperationen oder eine Glaskörperentfernung, können den Verlauf der diabetischen Retinopathie ebenfalls mildern oder sogar aufhalten.

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Makuladegeneration

Schaubild-MakuladegenerationWas ist das? Der Begriff Makuladegeneration bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen, welche die Macula lutea (auch „Gelber Fleck“ genannt) des Auges betreffen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine degenerative Krankheit, die im höheren Lebensalter auftritt.
Symptome: Anfangs verläuft eine Makuladegeneration meist ohne spürbare Seheinschränkungen. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem fortschreitenden Sehverlust im zentralen Gesichts-feld das mit einer Abnahme des Kontrastempfindens, des Farbensehens, einer verringerten Adaptationsfähigkeit und einer Zunahme der Blendempfindlichkeit einhergeht.
Risikogruppen: Frauen und Männer ab dem 65. Lebensjahr.
Therapie: Bei der feuchten Form der Makuladegeneration werden Medikamente ins Auge gespritzt, die das Gefäßwachstum und den Ausfall des zentralen Gesichtsfeldes hemmen. Bei der trockenen Variante gibt es keine Therapie. Oft ist der betroffene Patient daher auf Hilfsmittel wie Lupenbrille und Co. angewiesen.

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Netzhautablösung

Schaubild-NetzhautrissWas ist das? Bei einer Netzhautablösung verliert die sensorische Netzhaut (Retina) die Verbindung zu ihrer Unterlage. Zwischen den Schichten kommt es zu einer Ansammlung von Flüssigkeit, wodurch sich die Netzhaut blasenartig in den Augapfel “hinein” drückt.
Symptome: Erste Warnhinweise, die Sie unbedingt ernst nehmen sollten, sind Lichtblitze und schwarze Punkte im Blickfeld. Darüber hinaus geben einige Patienten an, einen scheinbaren Schwarm schwarzer Pünktchen vor Ihrem Auge oder einen einseitigen Schatten in Ihrem Gesichtsfeld zu sehen.
Risikogruppen: Patienten mit Vorerkrankungen, wie z.B. starke Kurzsichtigkeit, Grauer Star
Therapie: Netzhautrisse oder Netzhautlöcher werden mittels einer Laserbehandlung oder mit Hilfe einer Vereisungstherapie verschlossen. Eine vollständige Netzhautablösung muss operativ behandelt werden. Im Fokus der augenärztlichen Operationen stehen dabei die Fixierung der Netzhaut an ihrem Untergrund und die Behebung der auslösenden Faktoren.

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