Das hilft wirklich gegen trockene Augen im Winter

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Unsere Augen reagieren empfindlich auf viele Umweltreize oder Erkrankungen. Gerade im Winter haben sie es aufgrund der ständigen Wechsel zwischen kalten Außen- und warmen Innentemperaturen nicht leicht. Vor allem die trockene Heizungsluft, warme Autoluft und die Computerarbeit in beheizten Zimmern macht der Horn- und Bindehaut des Auges zu schaffen. Die natürliche Befeuchtung des Auges gerät aus dem Gleichgewicht und die Gefahr für Entzündungen steigt. In diesem Artikel geben wir Ihnen Tipps, wie Sie trockenen Augen im Winter vorbeugen können. Sollten Sie jedoch über einen längeren Zeitraum über trockene Augen klagen, empfiehlt sich ein Besuch bei Ihrem Augenarzt.

Die Symptome können vielfältig sein

Trockene Augen zeigen sich an folgenden Symptomen, die nicht alle gleichzeitig oder bei jedem Betroffenen auftreten müssen:

  • trockene Augen
  • brennende und gerötete Augen
  • tränende Augen
  • Juckreiz
  • müde Augen
  • Fremdkörpergefühl im Auge
  • Druckgefühl im Auge
  • verklebte Augenlider (vor allem morgens)
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit

1. Regelmäßiges Lüften

Im Winter ist die Luft in geheizten Räumen oft sehr trocken und führt zu einer schnelleren Verdunstung des Tränenfilms. Um eine höhere Luftfeuchtigkeit der Raumluft zu erreichen, kann regelmäßiges Lüften kurzfristig Abhilfe schaffen. Zudem hilft es, die geschlossenen Räume von Zeit zu Zeit zu verlassen und sich an der frischen Luft aufzuhalten.

2. Ausreichend trinken

Ausreichendes Trinken (mind. 2,5 L/Tag) führt nicht nur zu allgemeinen Wohlbefinden, sondern beugt auch trockenen Augen vor. Eine angemessene Flüssigkeitsaufnahme sorgt dafür, dass in den Augen genügend Flüssigkeit für den Tränenfilm zur Verfügung steht.

3. Bewusst Blinzeln

Monotone Bildschirmarbeit führt zu einer Senkung der Lidschlagfrequenz und der Tränenfilm wird nicht mehr regelmäßig erneuert. Versuchen Sie daher von Zeit zu Zeit bewusst zu blinzeln um den natürlichen Tränenfilm des Auges aufrecht zu erhalten.

4. Regelmäßige Pausen

Bei monotoner Bildschirmarbeit sollten Sie alle 20 Minuten eine Bildschirmpause einlegen, in der Sie bewusst „ins Leere“ schauen, sich einen Punkt am anderen Ende des Raumes suchen oder am geöffneten Fenster in die Ferne blicken.

5. Luftbefeuchter

Besteht das Problem trockener Augen längerfristig können Luftbefeuchter für den privaten Haushalt oder den Arbeitsplatz eine sinnvolle Anschaffung sein. Sie führen zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und schützen die Augen vor Austrocknung.

6. Heizungsluft während der Autofahrt

Auch wenn es sehr kalt draußen ist, sollten Sie darauf achten, die Luft im Auto nicht zu stark aufzuheizen. Je wärmer die Luft im Auto, desto trockener ist diese. Vermeiden Sie zudem eine starke Luftzirkulation innerhalb des Autos und die Einstellung direkter Luftströme auf Ihre Augen.

7. Lidkantenreinigung

Der Tränenfilm des Auges setzt sich aus unterschiedlichen Schichten zusammen. Ein wichtiger Bestandteil des Tränenfilms ist die obere, ölige Schicht, die in den Meibomdrüsen produziert wird und dafür sorgt, dass der Tränenfilm nicht zu schnell verdunstet. Eine vorsichtige und sanfte Reinigung dieser Drüsen mit warmem Wasser und anschließender Massage der Lidkante, zum Beispiel mit einem feinem Wattestäbchen, unterstützt gegebenenfalls deren Funktion.

8. Augentropfen

Bei trockenen und gereizten Augen können Augentropfen, Emulsionen oder Suspensionen helfen, die Befeuchtung von außen zu unterstützen, da sie auf der Binde- und Hornhaut einen Film bilden, der die Verdunstung von Tränenflüssigkeit reduziert. In der Regel beinhalten die Präparate vor allem Wasser, verschiedene Salze und oftmals auch Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der große Mengen Wasser an sich binden kann. Welches Mittel für Sie am besten geeignet ist, lassen Sie am besten von Ihrem Augenarzt feststellen.

Trockene Augen: Wann sollten Sie zum Augenarzt?

Wer langfristig unter trockenen Augen leidet, sollte dies von einem Augenarzt überprüfen lassen. Mit verschiedenen Untersuchungsverfahren untersucht der Facharzt, ob ausreichend Tränenflüssigkeit gebildet wird, wie lange dieser stabil ist oder ob an den Augen noch andere Beschwerden vorliegen. In den meisten Fällen reichen Tränenersatzmitteln, die es als Augentropfen, Gele oder auch als Sprays gibt, zur Behandlung trockener Augen aus. Diese bilden einen Gleit- und Schutzfilm auf der Horn- und Bindehaut und reduzieren die Verdunstung des Tränenfilms. Liegt dazu eine anhaltende Entzündung der Augenoberfläche vor, wird der Augenarzt die Gabe von entzündungshemmenden Augentropfen oder anderen Medikamenten erwägen.

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