Braune und graue Gläser sorgen für Sicherheit im Straßenverkehr

Die moderne Sonnenbrille ist längst nicht nur ein Hilfsmittel für den Alltag, sondern vielmehr ein ganzjähriges Mode-Accessoire. Dementsprechend ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich der Vertrieb von Sonnenbrillen in den letzten Jahren deutlich gewandelt hat: Bekannte Marken bringen gleich mehrere Kollektionen pro Jahr raus. Verbraucher shoppen wiederum ganzjährig und nicht nur im Vorfeld der Sommermonate. Sie geben dabei mehr Geld pro Modell aus und leisten sich auch vielfach mehr als zwei Exemplare, um flexibel auf Stimmung und Outfit eingehen zu können.

Bei der Kaufberatung – das hat sich mittlerweile herumgesprochen – kommt es auf die drei Parameter Passform, Verarbeitung und vor allem UV-Schutz an. Was vielen dagegen weniger bekannt ist: Auch die Wahl der Gläserfarbe spielt eine große Rolle. Dies gilt umso mehr, wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind: Blendschutz ist gerade bei hitzeflimmernden Straßen im Hochsommer sowie bei tiefstehender Sonne in den Abendstunden ein kritischer Faktor – immerhin legen Sie über 35 Meter „blind“zurück, wenn Sie auf der Autobahn bei Tempo 130 km/h nur für eine einzige Sekunde geblendet werden.

Grundsätzlich gilt: Jeder Blendschutz ist eine Hilfe – wer Sonnenbrillen trägt, erhöht seine Sicherheit in den beschriebenen Situationen deutlich. Experten empfehlen im nächsten Schritt Brillen mit 65 bis 75 Prozent Tönung. Braune oder graue Gläser stechen in dieser Kategorie besonders positiv heraus, da sie die Farbwahrnehmung von Schildern und Ampeln nur minimal verfälschen.

Auch lohnt sich der Aufpreis für so genannte polarisierende Gläser, die Reflektionen besser reduzieren können als herkömmliche Modelle. Zu vermeiden sind derweil besonders stark getönte Sonnenbrillen ab Kategorie 3, die rund 90 Prozent des Lichts absorbieren. Ebenfalls unpraktisch sind Sonnenbrillen mit getönten Aufsteckclips sowie selbsttönende Gläser. Sie tragen Kontaktlinsen? Dann vermeiden Sie Zugluft oder starke Klimaanlagenluft während der Fahrt, um einer vorzeitigen Linsenaustrocknung und somit einer Übermüdung der Augen vorzubeugen.