Blitze, Flimmern & Co.: Ordnen Sie Sehstörungen richtig ein

Flimmern und Lichtblitze: Plötzliche Sehstörungen richtig einordnen

Wenn das Sichtfeld von einem Moment auf den anderen beeinträchtigt wird, sollte man unabhängig vom Alter und eventuell vorhandenen Vorerkrankungen unbedingt wachsam bleiben: Nicht selten sind Flimmern, Fusseln & Co. Vorboten behandlungsbedürftiger Augenerkrankungen.

Feine Risse in der hoch empfindlichen Netzhaut beispielsweise werden durch plötzlich auftretende Lichtblitze angekündigt. Da diese für gewöhnlich völlig schmerzfrei Anlauf nehmen, ist ein frühzeitiges Erkennen ohne professionellen Check-Up selten möglich. Betroffene nehmen die damit zusammenhängenden Lichtblitze insbesondere wahr, wenn sie von einem hellen in einen dunklen Raum wechseln. Solche Lichtblitze können aber auch temporär infolge von Augenbewegungen entstehen und somit völlig ungefährlich sein. Im hohen Alter sind sie darüber hinaus eine Randerscheinung der natürlichen Glaskörperschrumpfung und damit ebenfalls ungefährlich. Die endgültige Unterscheidung sollten Sie allerdings nicht der Selbstdiagnose, sondern einem fachkundigen Spezialisten überlassen.

Selbiges gilt für den Rußregen-Effekt, der ebenfalls auf einen fortschreitenden Riss der Netzhaut hinweisen kann. Wenn die mit der Netzhautoberfläche verklebten Fasern schrumpfen, kann es im Extremfall zu einer Blutung im Glaskörper kommen – vor allem dann, wenn die Risse in der Nähe von zentralen Gefäßen der Netzhaut stattfinden. Beim Rußregen-Effekt erscheinen urplötzlich kleine, dunkle Punkte im Sichtfeld. Auch hier gilt: Steuern Sie sofort einen Spezialisten an, auch wenn das Phänomen gleich wieder abklingen sollte.

Sollten Sie dagegen Zacken oder Flimmern im Sichtfeld vernehmen, sind Sie womöglich ein Migränepatient. Jahrelang geplagte Betroffene wissen in einem solchen Fall ziemlich genau, dass eine entsprechende Kopfschmerzattacke bevorsteht. Augenärzte sprechen in diesem Zusammenhang von der so genannten „Migraine Ophthalmique“ (Augenmigräne), die zwar sehr schmerzhaft sein kann, jedoch als ungefährlich gilt. In einem solchen Fall hilft nicht zuletzt die bewusste Reduzierung äußerer Reize, bis die Attacke wieder abgeklungen ist.