Die Bifokalbrille: Aufbau, Funktion, Vor- & Nachteile

Bifokalbrille
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Eine Bifokalbrille („bi“ zwei; „fokal“ Brennpunkt) zeichnet sich durch Brillengläser aus, die zwei Sehbereiche mit unterschiedlicher Brechkraft haben und dadurch zwei Fehlsichtigkeiten ausgleichen können. Sie gehört zu den sog. Mehrstärkenbrillen. In den meisten Fällen handelt es sich bei den auszugleichenden Fehlsichtigkeiten um eine Kurzsichtigkeit und eine Altersweitsichtigkeit. Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen ist es nicht möglich beide Fehlsichtigkeiten mit einem einfachen Brillenglas gemeinsam in den Griff zu bekommen. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Bifokalbrille.

Bifokalbrille: Aufbau

Das Brillenglas der Bifokalbrille besteht aus zwei Gläsern mit unterschiedlicher Brechkraft. In dem sog. Hauptglas, mit dem die angeborene Fehlsichtigkeit korrigiert wird, befindet sich ein kleineres, speziell für den Nahbereich optimiertes Glas. Das Glas für den Nahbereich ist je nach Breite zwischen 25 und 40 mm breit. Aufgrund der unterschiedlichen Wölbung, bedingt durch die unterschiedliche Brechkraft der beiden Linsengläser, ist bei Bifokalbrillen eine klar erkennbare Trennlinie zwischen den beiden Linsengläsern zu erkennen.

Erreicht Ihr Blick diese Trennlinie springt das Bild, was auch „harter Übergang“ genannt und von vielen Trägern einer Bifokalbrille als sehr störend wahrgenommen wird. Dank neuester und stetig weiterentwickelter Fertigungstechniken ist der Übergang zwischen den unterschiedlichen Gläsern einer Bifokalbrille inzwischen fließend gestaltet und ist unter dem Begriff „Gleitsichtbrille“ bekannt.


Bifokalbrille: Material

Bifokalbrillen gibt es aus zwei unterschiedlichen Materialen:

  • Bifokalbrillen aus Kunststoff: Bei dieser Methode wird die Brille in einem Stück gefertigt
  • Bifokalbrillen aus Glas: Bei dieser Herstellungsmethode wird in das große Hauptglas eine Aussparung geschnitten, in die das Glas für den Nahbereich eingeschmolzen werden kann.

Beide Materialien können normalerweise problemlos auf jedes Brillengestell angepasst werden.


Bifokalbrillen: Vorteile

Bifokalbrillen stellen die einfachste Form einer Mehrstärkenbrille da und sind daher sehr kostengünstig. Sie verfügen über einen klar definierten und stabilen Nah- und Fernsehanteil. Sie eignen sich sehr gut für Brillenträger die auf einen großen Lesebereich Wert legen und auf Zwischenbereiche verzichten können. Weitere Vorteile sind:

  • Als spezielle Arbeitsbrille (z.B. OP im Krankenhaus) sehr gut geeignet
  • Diverse Ausführungen als Sondertypen ja nach Aufgabe

Bifokalbrillen: Nachteile

Wie bei allen Mehrstärkenbrillen können auch bei Bifokalbrillen Probleme im täglichen Gebraucht auftreten. Aufgrund der klaren Trennlinie und dem Wechseln zwischen Nah- und Fernsicht kann es zu einer anfänglichen Überanstrengung der Augen kommen. Weitere Nachteile, gerade in der Eingewöhnungszeit, können sein:

  • Schwindel in der Eingewöhnungszeit
  • Verzerrte Bilder
  • Bild „springt“ bei Übergang Nah- und Fernsicht
  • Kopfschmerzen durch Überanstrengung der Augen
  • Tränende Augen
  • Alle Entfernungen zwischen Nahsicht und Fernsicht (2m) bleiben undeutlich
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