Badesaison: Schwimmbrille vermeidet Bindehautentzündungen

Sommerzeit ist Schwimmbadzeit – und gerade die Deutschen gelten als absolute Wassernarren. Kein Wunder, ist die Bäder-Infrastruktur hierzulande doch vergleichsweise gut entwickelt. Auch im Sommer 2014, der stellenweise mit echten Rekordtemperaturen aufwarten konnte, strömten Hunderttausende in die Schwimmbäder von Hamburg bis nach München. Für einige von ihnen endete der Sprung ins kühle Nass in mal mehr, mal weniger signifikanten Wehwehchen.

Ganz vorne dabei: Die Augenentzündung. Diese „Schwimmbad-Konjunktivitis“ ist jedem Augenarzt bestens bekannt und schnell erklärt: Chlor, aber auch andere Desinfektionsmittel im Badewasser können das Auge reizen. Jene Mittel sind unverzichtbar, da sie verschiedene krankheitserregende Keime abtöten. Dennoch können so genannte Chlamydien die Runde machen, die bei Kontakt eine Bindehautentzündung hervorrufen.

Wer vorbeugen möchte, investiert 10-20 Euro in eine simple Schwimmbrille. Diese sollte rund um das Auge komplett abschließen und gleichzeitig selbst über einen längeren  Zeitraum hinweg komfortabel genug sitzen. Gegen das nervige Beschlagen des Sichtfelds sind mittlerweile moderne Ausführungen mit einer „Anti-Fog“-Beschichtung erhältlich. Übrigens ist eine solche Brille auch beim Baden im See anzuraten: Während es hier kein Chlor gibt, ist gerade die Wasseroberfläche in der Regel verschmutzt. Brillenträger können schließlich spezielle Schwimmbrillen mit Stärke erwerben.

Sollten sich die typischen Entzündungssymptome (rote Augen, Juckreiz) bereits eingestellt haben, warten Sie einfach zwei bis drei Tage ab – für gewöhnlich erledigt sich das Problem von selbst. Nach Möglichkeit sollten Sie trotz Juckreiz nicht in die Augen greifen und Augentropfen zur Linderung verwenden. Sollten die Symptome anhalten und die Augenlider gar verkleben, ist der Gang zum Augenarzt unabdingbar.