Aviator (Pilotenbrille): Von der Kampfpilotenbrille zum It-Peace

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Die Meisten von uns kennen die charakteristische, zeitlose Form einer Pilotenbrille, die heute von etlichen Marken angeboten werden. Die ursprüngliche Entstehungsgeschichte der Ikone ist eng mit dem Haus Ray-Ban verbunden, das in seinen Anfangszeiten noch Teil des bis heute aktiven Herstellers medizinisch-optischer Geräte Bausch & Lomb war. Ende der 1920er Jahre wurde die Firma vom US-Militär mit der Entwicklung einer Spezialbrille betraut, die die Einwirkung von Sonnenstrahlen auf die Konzentrationsfähigkeit von Kampfpiloten reduzieren sollte. Damals flogen die US-Flieger immer höher. Ihre Piloten berichteten immer häufiger von Blenderscheinungen und Übelkeit.

Erstes Patent Ende der 1930er

Die erste Pilotenbrille des Hauses hörte auf die Bezeichnung „Anti-Glare“, war aus Kunststoff gefertigt und hatte grüne Gläser. Bausch & Lomb entwickelte den Prototypen weiter und wechselte relativ schnell auf das bis heute beliebte Metallgestell – die „Ray-Ban Aviator“ war geboren. Ende der 1930er Jahre erhielt das US-Unternehmen das erste Patent auf das Produkt, das seinen ursprünglichen Auftrag mit Bravour erfüllte. Nur wenige Jahre später entwickelte Bausch & Lomb die „Aviator“ für den Einsatz fernab des Flugzeugs, genannt „Outdoorsman“. Auch dieses Modell ist bis heute erhältlich und ein Verkaufsschlager.

Aviator (Pilotenbrille)

Erster Kunde war das Militär

Die Pilotenbrille fand zunächst vor allem im Militärkontext Verbreitung. Brillen, auch Sonnenbrillen, mussten damals in erster Linie funktionieren – die Optik war zweitrangig. Spätestens seit den 1960er Jahren gewannen auch Design, Verarbeitung und Tragekomfort an Bedeutung. Die Pilotenbrille entwickelte sich mit den Jahrzehnten zunehmend von einem Klassiker, dem zahlreiche andere Hersteller nacheiferten. Charakteristischer gemeinsamer Nenner vieler Modelle ist der dünne Metallrahmen, der heute in etlichen Farbausführungen lanciert wird.


Bei Frauen und Männern beliebt

Obwohl Pilotenbrillen betont maskulin erscheinen, werden sie heute genauso gerne auch von den Damen der Schöpfung getragen. Der bekannteste Hersteller entsprechender Brillen ist nach wie vor Ray-Ban. Bausch & Lomb verkaufte die Marke Ende der 1990er Jahre für rund 640 Millionen US-Dollar an den italienischen Brillenmulti Luxottica. Alleine von der Ray-Ban Aviator sind heute mehr als 40 Ausführungen auf dem Markt, die allesamt auch mit Stärke versehen werden können.

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