Augenringe: Ursachen & Therapiemöglichkeiten

Augenringe
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Als Augenringe (med. „Halonierung“) bezeichnet man dunkle, schattig oder bläuliche verfärbte Hautareale um die Augen. Meist werden diese Verfärbungen im Bereich unterhalb der Augenhöhle am sichtbarsten. Dabei handelt es sich meist um ein kosmetisches Problem, dass ohne Krankheitswert auftritt. In seltenen Fällen können Augenringe aber auch eine Begleiterscheinung einer bestehenden Grunderkrankung oder Anzeichen einer Störung des Allgemeinbefindens sein. Mehr zum Thema Augenringe erfahren Sie in diesem Beitrag.

Augenringe: Einführung

Was hilft gegen Augenringe? Ob nach einer kurzen, unruhigen oder feuchtfröhlichen Nacht, aber auch nach mehr als sieben Stunden erholsamen Schlafes, stellen sich Millionen Menschen regelmäßig diese eine Frage, wenn sie morgens in den Spiegel schauen. Um es vorwegzusagen, ein Patentrezept gegen Augenringe gibt es nicht. Von Hausmittelchen und Cremes über Schlafmasken bis hin zu Hightech-Produkten – je nach Typ und Situation, helfen unterschiedliche Maßnahmen und Produkte im Kampf gegen Augenringe.


Augenringe: Formen

Man unterscheidet zwischen zwei Formen von Augenringen:

  • Dunkel erscheinenden Haut durch durchscheinende Gefäße
  • Hyperpigmentierung (Übermäßige Pigmenteinlagerung)
Augenringe: Formen
© Patrick Daxenbichler / Fotolia

Augenringe: Ursachen

Ursachen für durchscheinende Gefäßen

Die Ursachen von durchscheinenden Gefäßen können vielfältig und von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Meist liegt der Grund selbst nicht an der Haut, sondern an dem darunterliegenden Muskel und Unterhautfettgewebe. Im Rahmen der Augen ist das Fettgewebe sehr dünn und so scheinen Blutgefäße, die den Muskel versorgen, in manchen Fällen sehr leicht durch die Haut. Das erzeugt einen schattigen Augenring.

Jeder Mensch hat eine andere Veranlagung wie stark die Blutgefäße durch die Haut scheinen. Meist neigen hellhäutige, schlanke Menschen zu Augenringen, die über wenig Unterhautfettgewebe an den Augen verfügen. Einige Veränderungen (erschlaffende Haut, weniger Fettgewebe) im Alter begünstigen ebenfalls die Entstehung dieser Art der Augenringe.

Weitere Faktoren die durchscheinenden Gefäße fördern sind:

  • Eisenmangel
  • Schlafmangel
  • Flüssigkeitsmangel
  • Alkohol- oder Drogenmissbrauch
  • Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen

Ursachen einer Hyperpigmentierung

Die Ursachen einer Hyperpigmentierung liegt in der Haut selbst. Spezielle Pigmente (sog. Melanine), die für die Farbe der Haut verantwortlich sind, lagern sich im Bereich der Augen verstärkt ein und sorgen dort für eine Hyperpigmentierung („Melasma“). Diese stellt sich oft in Form bläulich- oder bläulich-grauer Augenringe dar.

Weitere Faktoren für eine Hyperpigmentierung sind:

  • Drogen oder Medikamentenmissbrauch
  • Verstärkte UV-Einstrahlung
  • Allergien oder Erkrankungen der Haut
  • Entzündungen oder Ausschläge

Augenringe: Therapie

Da Augenringe meist kein ernsthaftes gesundheitliches, sondern nur ein kosmetisches Problem darstellen, müssen sich Patienten keine Sorgen machen. Sollte dennoch eine Therapie in Betracht gezogen werden, richtet sich diese nach der Form der Augenringe.

Natürliche Rezepte gegen Augenringe

Um die dunklen Schatten unter den Augen loszuwerden, schwören viele auf Gurken. Zu Recht, denn das grüne Power-Gemüse besteht zum größten Teil aus Wasser (zu etwa 96 Prozent). An einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt, kühlen die Gurkenscheiben die Augen angenehm, mildern Schwellungen und können sogar aufhellend auf die Haut wirken. Bestimmte Tee-Sorten – Grüner Tee (enthält Koffein) und Kamillentee (wirkt entzündungshemmend) – erzielen einen ähnlichen Effekt. Und da viel trinken ohnehin förderlich für die Gesundheit und die Elastizität der Haut ist, ist es ja mehr als praktisch, die Beutel nach dem Teegenuss noch für die Behandlung von Augenringen zu verwenden. Generell sollte auf eine ausgewogenen – und bei Augenringen eisenreiche – Ernährung geachtet werden.

Kosmetik gegen Augenringe

Die Kosmetikindustrie verspricht immer viel, doch halten die diversen Cremes, Gels und Seren auch, was sie versprechen? Fakt ist: Hochwertige Augenpflege versorgt die Haut mit ausreichend viel Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass sie elastisch und glatt bleibt. Abhängig vom enthaltenen Wirkstoff kann das Pflegeprodukt sogar geschwollene Augen und dunkle Ringe reduzieren.

Laser, Medikamente oder Unterspritzung

Bei der sogenannten Skinresurfacing-Methode kommt ein Laser zum Einsatz, der die oberste Hautschicht vorsichtig abträgt, sodass sich die Haut von selbst erneuert und somit jünger und frischer aussieht. Bei der Therapie mit einem sanften Laser werden die Augenringe mit gelbem Licht (Wellenlänge 570 bis 950 nm) behandelt. Nach einigen Sitzungen ziehen sich die bläulichen Gefäße unter den Augen zusammen und scheinen so wesentlich weniger durch die dünne Haut unter den Augen. Diese Methode sollte allerdings immer von einem Fachmann durchgeführt werden.

Ist eine Hyperpigmentierung der Grund Ihrer Augenringe, gibt es diverse Medikamente die für eine Behandlung zur Auswahl stehen. Meist handelt es sich dabei um sog. Melanin-reduzierende Medikamente, die das Melanin in Ihrer Haut reduzieren und diese quasi „bleichen“. Eine solche Therapie sollte aber nur unter Anleitung eines Arztes durchgeführt werden, da bisweilen starke Nebenwirkungen auftreten können.

Bei durchscheinenden Gefäßen bieten sich Cremes mit Hyaluronsäure oder eine Fettunterspritzung der Augen mit Eigenfett an. Dabei spritzt man das Fett zwischen die Haut und die darunter liegenden Blutgefäße und versucht so den durchscheinenden Effekt bei dünner Haut zu reduzieren.

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