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Die Augengrippe – Symptome, Folgen und Vorbeugung

Die Augengrippe ist eine seltene und besonders aggressive Sonderform der Bindehautentzündung (Konjunktivitis) im Auge. Während die normale Bindehautentzündung durch Bakterien ausgelöst wird und durch eine Behandlung vom Antibiotika gut zu behandeln ist, wird die Augengrippe durch Adenoviren ausgelöst und spricht nicht auf Antibiotika an. Die Symptome einer klassischen Bindehautentzündung und einer Augengrippe sind sehr ähnlich. Aus diesem Grund fällt die Unterscheidung in der Praxis oft sehr schwer.

Was sind Adenoviren?

Adenoviren sind hoch ansteckend, widerstandsfähig und für eine Vielzahl von Erkrankungen verantwortlich. Normalerweise befallen sie die Atemwege und den Magen-Darm-Trakt. Gelangen sie jedoch auf die Bindehaut oder Hornhaut des Auges, lösen sie die sogenannte Augengrippe aus. Aufgrund der starken Aggressivität der Erkrankung ist diese meldepflichtig, sofern ein labordiagnostischer Nachweis des Vorhandenseins von Adenoviren vorliegt. Da im Falle einer Bindehautentzündung jedoch selten eine Labordiagnostik durchgeführt wird, besteht wahrscheinlich eine hohe Dunkelziffer der Erkrankungsfälle durch Adenoviren.

Welche Symptome treten bei einer Augengrippe auf?

Die Symptome der durch Adenoviren ausgelösten Augenerkrankung ähneln denen einer klassischen Bindehautentzündung. Zu den typischen Symptomen gehören:

Wie kann man eine Augengrippe behandeln?

Die Behandlung einer Augengrippe unterscheidet sich zur Therapie einer klassischen, durch Bakterien ausgelösten, Bindehautentzündung. Die bakterielle Bindehautentzündung ist mit Hilfe einer Antibiotikatherapie gut zu behandeln. Die bei der bakteriellen Konjunktivitis verwendeten antibiotischen Augentropfen oder -salben wirken bei der durch Adenoviren verursachten Augengrippe nicht – Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Bei dieser Erkrankung können durch Augentropfen oder Salben lediglich die Symptome durch eine Befeuchtung der Augen gelindert werden.

Vorsorge durch Hygiene

Als wichtigste Vorsorgemaßnahme gilt die Ansteckung weiterer Personen zu vermeiden. Dabei gilt es zu beachten, dass Adenoviren durch eine Schmierinfektion ins Auge gelangen. Aus diesem Grund ist es wichtig folgende Vorsorgemaßnahmen zu beachten:

  • Handtücher und sonstige Hygiene- und Kosmetikartikel nicht mit anderen Personen zu teilen.
  • Handtücher und Wäsche bei min. 60 Grad waschen
  • möglichst nicht ins ins Gesicht oder die Augen fassen
  • nach dem Berühren der Augens die Hände unverzüglich waschen oder desinfinziert, damit keinerlei Viren auf Oberflächen oder Türklinken gelangen können
  • auf Händeschütteln verzichten
  • Krankschreibung über den gesamten Zeitraum der Erkrankung (meist 14 Tage) – der Patient sollte in diesem Zeitraum dann auch wirklich Zuhause bleiben.
  • Sollte der Verdacht bestehen, an Augengrippe erkrankt zu sein, bietet es sich zudem an, die Arztpraxis vor dem Besuch telefonisch über den Verdacht zu informieren. So kann der Arzt Betroffene zur einer gesonderten Uhrzeit einbestellen, um die Ansteckungen anderer zu vermeiden.

Zusammenfassung

Die Augengrippe ist eine durch Adenoviren verursachte Entzündung der Bindehaut, die deutlich aggressiver ist als die durch Bakterien verursachte Bindehautentzündung. Die Symptomatik besteht in einer Rötung des Auges, sowie in einem Brennen, Jucken und einem Fremdkörpergefühl im Auge. Auch Schmerzen und ein Tränen des Auges können auftreten. Um die negativen Folgen einer Augengrippe zu verhindern, ist ein Arztbesuch ist unumgänglich.

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Von |2018-08-13T11:29:50+00:007. November 2017|
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