Aufgepasst: Bei tränenden Augen kommen viele Ursachen in Frage

Tränende Augen: Viele Ursachen kommen in Frage

Tränen sind ein unabdingbarer Bestandteil unseres Lebens und ein überaus wichtiger emotionaler Indikator im Alltag. Wir alle kennen Tränen der Freude und Tränen als Ausdruck von Trauer oder Angst. In manchen Fällen kullern Tränen jedoch ohne konkreten Grund über die Wangen. Manchmal liegt es an einer Allergie, vielleicht auch an – das mutet zunächst widersprüchlich an – trockenen Augen. Bei älteren Betroffenen könnte eine Störung des Tränenapparats vorliegen. So oder so sollten Patienten, die häufiger unkontrolliertes Tränenlaufen erfahren, möglichst bald den Augenarzt ihres Vertrauens konsultieren.

Neben den bezeichneten Indikationen können (temporäre) Infektionen des Auges sowie Erkrankungen wie Diabetes mellitus der Auslöser sein. Der größte gemeinsame Nenner dieser Ursachen ist ein gestörtes Gleichgewicht zwischen der Tränenproduktion und dem natürlichen Abtransport der Tränenflüssigkeit: Bei zu viel produzierter Tränenflüssigkeit wird der Überschuss auf natürlichem Wege über die Unterlider des Auges abgegeben. Dabei laufen die Tränen besonders nach einem Lidschlag über die Wangen.

Dieser scheinbar grundlose Abtransport muss erstmal nicht grundsätzlich alarmierend sein, sollte jedoch zu mehr Achtsamkeit führen. Verspüren Sie dabei ein Nachbrennen oder Jucken im Auge, liegt die Diagnose „Trockenes Auge“ nahe. Diese ist behandlungsbedürftig und kann wiederum verschiedene Ursachen haben, so beispielsweise den regelmäßigen Aufenthalt in schlecht gelüfteten Räumen. Andere anhaltende Reizungen der Lider, der Binde- und/oder der Hornhaut können ebenfalls zu einer Überproduktion von Tränenflüssigkeit führen. Mit dem unkontrollierten Tränen will der Körper Sie in einem solchen Fall auf einen Missstand aufmerksam machen.

Unkontrolliertes Tränen trifft besonders häufig bei älteren Menschen, hier insbesondere Frauen, auf. Bei letzteren kann beispielsweise die hormonelle Umstellung der Wechseljahre zu einer funktionellen Störung des Tränentransports führen. Auch verstopfte Tränenwege, Veränderungen an Tränendrüse und Tränenpumpe sowie eine Fehlfunktion der Lider gehören zu häufigen Diagnosen bei Menschen jenseits des 60. Lebensjahrs. Die gute Nachricht: Viele davon können heutzutage effektiv behandelt werden.