Amaurosis fugax: Symptome, Ursachen & Behandlung

Amaurosis fugax
Photo by Ioana Casapu on Unsplash
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Mit Amaurosis fugax („flüchtige Blindheit“) bezeichnen Augenärzte eine plötzlich auftretende und vorübergehende partielle oder völlige Erblindung auf einem Auge, die sich innerhalb von Sekunden, Minuten oder Stunden selbstständig zurückbildet. Schmerzen treten bei den Betroffenen dabei keine auf. Eine Amaurosis fugax gilt häufig als erstes Anzeichen einer Durchblutungsstörung im Gehirn oder eines Schlaganfalls.

Welche Ursache hat eine Amaurosis fugax?

Als ursächlich der Amaurosis fugax gilt eine kurzzeitige Durchblutungsstörung der zentralen Netzhautgefäße (Arteria centralis retinae). Oft kommt es dabei zu einem vorübergehenden Verschluss der zentralen Arterie der Netzhaut mit anschließenden schmerzlosen Verlust der Sehstärke.

Häufige Ursachen sind:

  • Blutgerinnsel (Thrombus) in der Blutbahn
  • „Arterienverkalkung“ (Arteriosklerose)
  • entzündliche Erkrankungen an den Blutgefäßen
  • Stoffwechselstörungen
  • Medikamentenintoxikation

Welche Symptome zeigt eine Amaurosis fugax?

Das typische Hauptsymptom einer Amaurosis fugax ist die plötzliche Erblindung auf einem Auge. Betroffene sehen von einem auf den anderen Moment auf einem Auge nichts mehr außer Dunkelheit. Einige Patienten beschreiben des Weiteren den Sichtverlust auch als grauen oder schwarzen Schleier vor den Augen. Nach kurzer Zeit stellt sich das Sehvermögen bei den Betroffenen wieder ein.

Amaurosis fugax: Diagnostik

Die Amaurosis fugax bildet sich im Normalfall von alleine zurück. Tritt eine flüchtige Blindheit auf, sollte diese als Warnsignal einer zugrunde liegenden Erkrankung betrachtet werd. Auch wenn sich das Sehvermögen wieder komplett erholt, sollten Betroffene eventuell vorliegende Grunderkrankungen unbedingt ärztlich abklären lassen. Oft ist eine Amaurosis fugax der Vorbote eines Schlaganfalls oder einer behandlungsbedürftigen Engstelle der Halsschlagader. Es sollte deshalb eine komplette augenärztliche und neurologische Untersuchung durchgeführt werden.

Um einen eventuellen Verschluss der Halsschlagader erkennen zu können sollte eine Ultraschalluntersuchung oder eine Magnetresonanzangiografie (MRA) durchgeführt werden. Routinemäßige Blutuntersuchungen sind zudem wichtig, um den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerspiegel (Glucose) im Blut zu überprüfen und abzuschätzen, ob ein erhöhtes Risiko für eine Arteriosklerose bei erhöhten Cholesterinspiegel oder Diabetes vorliegt.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung ist vom Grad des Verschlusses der Arterie abhängig. Bei einer Behandlung einer Engstelle (mehr als 70% des Lumens) der Halsschlagader, kann eine Operation empfohlen werden.

Andere Therapiemöglichkeiten umfassen:

  • Angioplastie (Verfahren zur Erweiterung oder Wiedereröffnung von verengten oder verschlossenen Blutgefäßen) mittels Ballonkatheter
  • Behandlung mittels Stents (Gefäßstützen)

Bei beiden Therapiemöglichkeiten dienen die Erweiterungen der verengten Stelle der Halsschlagader. Diese kommen vor allem bei Patienten zum Einsatz, die sich aufgrund ihres Gesundheitszustandes keiner Operation unterziehen sollten.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die Gabe von sog. Thrombozytenaggregationshemmern (z.B. Aspirin), die eine Bildung von Blutgerinnseln vorbeugen sollen.

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