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5 Tipps für Kontaktlinsen-Einsteiger

In Deutschland tragen inzwischen mehr als drei Millionen Menschen regelmäßig Kontaktlinsen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Linsen verhelfen nicht nur zu einem besseren Sehen, sie ermöglichen gleichzeitig auch eine perfekte Rundumsicht, uneingeschränkte Bewegungsfreiheit beim Sport und die freie Auswahl bei einer Sonnenbrille. Beschlagene Brillengläser oder ein störender Brillenrahmen im Blickfeld gehören mit Kontaktlinsen der Vergangenheit an. Damit beim Wechsel von einer Brille auf Kontaktlinsen alles glatt läuft, haben wir in dem folgenden Artikel 5 Tipps für Kontaktlinsen-Einsteiger zusammengestellt.

Tipp 1: Anpassung beim Kontaktlinsenspezialisten

Vor dem ersten Kontaktlinsentragen sollte bei einem Augenarzt oder ausgebildeten Optiker eine Kontaktlinsenanpassung vereinbart werden. Bei dieser werden Sie darüber informiert, welche Kontaktlinsenmaterialen und -typen für Sie infrage kommen. Um entscheiden zu können, ob Ihr Augen für das Tragen von Kontaktlinsen geeignet sind, überprüfen die Spezialisten Ihre Augenwerte und die Zusammensetzung des Tränenfilms. Wichtig: Die Werte aus dem Brillenpass sind nicht 1:1 übertragbar, da die Kontaktlinse direkt auf der Hornhaut des Auges aufliegt.

Tipp 2: Materialien

Kontaktlinsen werden aus modernen Kunststoffen hergestellt. Man unterscheidet dabei zwischen formstabilen (harten) – oder flexiblen (weichen) Linsen. Je nach chemischer Zusammensetzung unterscheiden sich die Linsen in der Sauerstoffdurchlässigkeit und der Qualität. Bei flexiblen Linsen gibt es außerdem Varianten mit höherem Silikonanteil oder unterschiedlichen Wasseranteil. Beide Eigenschaften beeinflussen die Sauerstoffdurchlässigkeit des Materials.

Tipp 3: Tragezeit

Je nach Kontaktlinsenart gibt es unterschiedliche Tragezeiten. Auf jeder Verpackung ist eine tägliche Tragezeit vermerkt, die immer eingehalten werden sollte. Kontaktlinsen sollten auf keinem Fall länger als empfohlen getragen werden, da es sonst zu Problemen mit dem Material an den Augen kommen kann. Das bedeutet, dass eine Tageslinse nach einem Tag tragen in den Müll gehört. Auch bei Monatslinsen gilt: Nach dem Öffnen der Verpackung kann die Linse nur 30 Tage genutzt werden. Auch dann, wenn sie nicht täglich getragen wurde. Ein Tragen über Nacht sollte bei allen Linsenarten vermieden werden. Es sei denn, die Linsen sind dafür zugelassen.

Contact lenses with water drops
© fotofabrika / Fotolia

Tipp 4: Hygiene

Damit Sie Ihre Kontaktlinsen gut vertragen, sollten Sie sich an die Pflegeanleitung des Herstellers oder Hygieneempfehlung des Kontaktlinsenspezialisten halten. Dabei ist es wichtig, dass die Linsen regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden (Ausnahme: Tageslinsen). Dafür genügt es nicht, die Linsen oberflächlich von Ablagerungen zu reinigen, sondern sie müssen auch frei von krankheitserregenden Keimen sein. Aus diesem Grund müssen die Linsen nach einer mechanischen Reinigung in eine geeignete Desinfektionslösung gelegt werden, um für eine ausreichende Hygiene zu sorgen.

Tipp 5: Nachkontrollen

In der Regel wird eine moderne und optimal angepasste Kontaktlinse von Ihren Augen bzw. der Hornhaut des Auges sehr gut toleriert. Um dennoch sicherzugehen, dass Ihre Augen gesund bleiben und Sie die Kontaktlinse vertragen, sind regelmäßige Nachkontrollen beim Spezialisten notwendig. So können beginnende Veränderungen z. B. ein Sauerstoffmangel der Hornhaut, frühzeitig entdeckt werden. Als Empfehlung gilt folgende Faustformel: Bei weichen Kontaktlinsen sollten Sie alle sechs Monate zur Nachkontrolle, bei harten Kontaktlinsen einmal pro Jahr.

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Von |2018-07-18T15:30:41+00:0015. Juni 2018|
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